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Kultur Radebeul

Karl-May-Museum enthüllt faszinierende Sonderausstellung zu “Inszenierten Indianern”

Am vergangenen Donnerstag, den 07. Dezember 2023, hatten Pressevertreterinnen und -vertreter die exklusive Gelegenheit, eine erste Besichtigung der neuen Sonderausstellung über “Show Indianer” im Karl-May-Museum in Radebeul zu erleben.

Die Ausstellung begibt sich auf eine historische Spurensuche, die weit über Kolumbus zurückreicht. Schon im 19. Jahrhundert erreichte die Vermarktung der “Indianer” in Deutschland ihren Höhepunkt, wobei Buffalo Bills Wild West Show als das größte und erfolgreichste Unternehmen dieser Art galt. Zwischen 1890 und 1906 gastierte die Show sogar in Dresden. Nach ihrem Erfolg traten Zirkusunternehmen wie Krone aus München oder Sarrasani aus Radebeul in die Fußstapfen Buffalo Bills und brachten bis zum Zweiten Weltkrieg immer wieder indigene Menschen aus Nordamerika für eigene Shows nach Deutschland.

Die Sonderausstellung, die den Auftakt zum Jahresthema 2024 im Karl-May-Museum bildet, trägt den Titel “Inszenierte Indianer”. Mit Ausstellungen, Vorträgen und Filmabenden sollen verschiedene Aspekte von Darstellungen und Vorstellungen indigener Menschen in Deutschland beleuchtet werden. Die Ausstellung selbst lief vom 8. Dezember 2023 bis zum 31. August 2024 und entstand in Kooperation mit dem Projekt “MENSCHENanSCHAUEN. Selbst- und Fremdinszenierungen in Dresdner Menschenausstellungen” des Stadtmuseums Dresden.

Der wissenschaftliche Direktor und Kurator der Ausstellung, Robin Leipold, stand während des Pressetermins für Erläuterungen und Fragen zur Verfügung. Die Besucher erwartete eine faszinierende Reise durch die Geschichte der “Inszenierten Indianer”, die einen tiefen Einblick in die kulturelle Entwicklung und Wahrnehmung dieser Darstellungen in Deutschland ermöglichte.

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