Radebeul. Wir bestehen zu rund 70 Prozent aus Wasser – und trotzdem machen sich viele kaum Gedanken darüber, wie wichtig Wasser für unseren Körper ist. Wir schwitzen, um unsere Temperatur zu regulieren, wir transportieren Nährstoffe, unterstützen unsere Verdauung und brauchen Wasser für die Entgiftung über die Nieren. Täglich werden dort bis zu 2.000 Liter Blut gefiltert! Auch unser Stuhlgang funktioniert nur gut, wenn genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Und wenn Du Kopfschmerzen hast, probiere doch zuerst einmal, etwas zu trinken. Oft merkt man schnell, was Wasser im Körper bewirken kann. Auch Themen wie Nieren- und Gallensteine haben für mich viel mit ausreichendem Trinken zu tun.
Meine Faustregel lautet: Pro 30 Kilogramm Körpergewicht etwa einen Liter Wasser täglich. Wichtig ist für mich, in kleinen Schlucken über den Tag verteilt zu trinken. Nicht einmal eine große Menge auf einmal – ich vergleiche das gern mit dem Blumengießen: Wenn ich plötzlich sehr viel Wasser hineinschütte, läuft ein großer Teil einfach durch. Genauso selbstverständlich ist für mich frische Luft. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt und nie ein Fenster öffnet, braucht sich über schlechte Luft nicht zu wundern. Wir brauchen natürliche Dinge. Saubere Luft statt Duftspender – und sauberes Wasser.
In Deutschland heißt es oft, Leitungswasser habe Lebensmittelqualität und sei das bestgeprüfte Lebensmittel. Prinzipiell stimmt das – trotzdem finde ich, dass wir genauer hinsehen sollten. In unserem Wasser können Nitratbelastungen, Glyphosat, Schwermetalle und Medikamentenrückstände eine Rolle spielen. Wir verbrauchen in Deutschland enorme Mengen an Arzneimitteln – und vieles davon landet über Ausscheidungen letztlich im Wasserkreislauf. Kläranlagen waren ursprünglich gar nicht darauf ausgelegt, all diese Stoffe herauszufiltern.
Auch Grenzwerte sollte man sich einmal anschauen. Aluminium, Blei, Arsen, Quecksilber oder Nitrat sind für mich Themen, mit denen man sich beschäftigen sollte. Ich sehe zudem kritisch, dass Grenzwerte in der Vergangenheit verändert wurden. Auch Uran gehört für mich zu den Stoffen, die in dieser Diskussion Beachtung verdienen.
Dazu kommt: Bis das Wasser bei uns zu Hause aus dem Hahn fließt, hat es einen langen Weg hinter sich. Früher gab es vielerorts mehr Abnehmer, heute wird Wasser gespart. Weniger Verbrauch bedeutet auch weniger Durchfluss in den Leitungen. Ich sage gern: Unser Wasser ist oft schon „voll“. Und wenn ein Bus bereits voll ist, kann niemand mehr einsteigen. Genauso sehe ich es beim Körper: Wasser soll Stoffe aufnehmen und ausschwemmen können. Wenn es selbst bereits stark belastet ist, funktioniert das aus meiner Sicht schlechter. Entzündungen können so zusätzlich begünstigt werden, weil immer wieder neue Belastungen hinzukommen.
Auch bei Flaschenwasser lohnt sich ein genauer Blick. Geprüft wird vor allem das, was auf dem Etikett angegeben ist. Dazu kommen für mich Themen wie Weichmacher, Mikroplastik, andere Partikel, ein teilweise zu niedriger pH-Wert durch Kohlensäure, um den Geschmack zu verbessern und hormonelle Belastungen.
Beim Thema Filter gibt es inzwischen unzählige Systeme. Einfache Aktivkohlefilter reichen mir persönlich nicht aus, weil sie nicht alle Schwermetalle oder Medikamentenrückstände herausfiltern. Offene Filtersysteme halte ich ebenfalls für wenig sinnvoll. Ich selbst nutze zu Hause eine mehrstufige Filteranlage: mit Eingangssperren für Keime, biologischen Filtern, Filterstufen für mineralische Stoffe, einer Osmoseanlage und anschließender Remineralisierung. Dazu kommen Elektrosmogschutz und Verwirbelung für hexagonales Wasser, das für mich Bergquellwasser sehr nahekommt. Der Filter wird einmal im Jahr gewechselt und lässt sich selbst austauschen. Solche Systeme gibt es auch als kleinere Anlagen und sie werden ebenfalls im medizinischen Bereich eingesetzt.
Mein Wasser nehme ich inzwischen überallhin mit. Denn Wasser ist für mich nicht einfach nur ein Getränk – es ist eine Grundlage dafür, dass unser Körper überhaupt funktionieren kann. Und genau deshalb lohnt es sich, sich einmal ganz bewusst die Frage zu stellen, welches Wasser wir jeden Tag trinken.
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