Für jeden Spaß zu haben - René Kuhnt als Osterhase. Foto © BranczeiszFür jeden Spaß zu haben - René Kuhnt als Osterhase. Foto © Branczeisz

„Ich habe lange gesucht – sechs Wochen, bis ich dieses besondere Osterkostüm gefunden habe“, sagt René Kuhnt schmunzelnd. Jetzt ist es soweit: Am 5. April verwandelt sich die Villa Kolbe in Radebeul in eine lebendige Bühne für Goethes „Osterspaziergang“. „Und ja, ich schlüpfe selbst ins Hasenkostüm“, verrät er und zeigt uns das riesige, plüschige Hasenkleid: Bluse mit Rüschen, Frack, Golfschläger samt Ball, Köfferchen, Gehstock. Das „weiße Kaninchen“ aus Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ steht in voller Größe vor uns. Den Frack hat übrigens Rainer König vom Boulevardtheater Dresden höchstselbst beigesteuert. Die Überraschung „Villa Kolbe“ geht weiter.

Schon bei der Kostümprobe im Garten vor dem großen goldenen Bilderrahmen bleiben Passanten überrascht stehen, zücken ihre Handys und lachen. René Kuhnt spielt mit, setzt sich den riesigen Fellkopf wieder auf und winkt in die Fotos. „Genau diese Leichtigkeit will ich vermitteln“, sagt er anschließend etwas prustend. Selbst bei den Temperaturen ist es warm unter dem vielen Plüsch.

Bloß gut, dass Bunny zum Ostersonntag auf seinem Schaukelstuhl am Wasserfall sitzt und das bunte Treiben von hier aus etwas beobachten kann. Zwischen 13 und 19 Uhr wird der Park am 5. April zum Erlebnisraum: Familien suchen über 1100 versteckte Eier und tauschen sie später beim Osterhasen gegen Schokolade ein. Die Idee, gleich Schokolade zu verstecken, hat er verworfen – wenn viele Menschen kommen, ist das Gedränge einfach zu groß und die Schokolade womöglich hin.

Unterstützt wird der Osterhase von Schauspielerin Tine Josch, die Goethes Osterspaziergang liest. Ein Trio bringt Mozart, Strauß und Lehár zum Klingen, während der Kantor das Kindersingen auf der Terrasse anstimmt. Peggy Lange zeigt mit der Porzellan-Akademie Meißen eine Installation aus Eierschalen und Silberfäden – ein Vorgeschmack auf mögliche gemeinsame Projekte wie „Kunst geht in Gärten“. Auch im Kulturpalast Dresden, genauer in Kuhnts Café Solo, sind aktuell Werke der Akademie zu sehen.

Wer durch den Park flaniert, findet Stände mit Möhrensuppe, Lammspieß von der „Linde“, Osterbacken und sogar Osterwasser. Ob doch noch schönes Wetter wird? „Ach, bestimmt, das wird schon“, sagt Optimist Kuhnt.

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