Was ist bloß mit manchen Leuten los? Gleich zwei Vorfälle in Radebeul zeigen, wie schnell Autofahrer derzeit die Nerven verlieren.
Den Anfang macht eine aggressive Szene am Donnerstagabend (26. März) an der Ausfahrt des Löma-Centers an der Meißner Straße. Zwischen 19 und 19:30 Uhr gerieten zwei Autofahrer aneinander, weil ein 65-Jähriger die Verkehrslage nicht richtig einsehen konnte und seinen Nebenmann darauf ansprach. Die Reaktion: völlig überzogen. Der unbekannte Fahrer griff mutmaßlich zu Pfefferspray und sprühte durch die geöffnete Scheibe. Anschließend raste er davon – verfolgt vom geschockten 65-Jährigen. Doch selbst im Bereich des Kreisverkehrs in Coswig war noch nicht Schluss: Dort wurde das Opfer erneut bedroht. Beim Täterfahrzeug soll es sich um eine beige oder goldfarbene Limousine mit Dresdner Kennzeichen handeln. Die Polizei bittet dringend um Hinweise.
Nur wenige Tage später, in der Nacht zu Sonntag (29. März, 01:50 Uhr), krachte es dann ordentlich an der Ecke Scharfenberger Straße/Moritzburger Straße. Eine 19-jährige BMW-Fahrerin verlor beim Abbiegen die Kontrolle über ihren 3er, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen Zaun, Briefkasten, zwei Stromkästen und schließlich gegen ein Wohnhaus. Der Schaden summiert sich auf rund 9.000 Euro – verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Der Grund für den Unfall ist jedoch alles andere als harmlos: Ein Alkoholtest ergab etwa 1,6 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutentnahme an, stellte den Führerschein sicher und ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Auf Radebeuls Straßen geht es derzeit alles andere als entspannt zu.



