Moritzburg. Nach dem Unfall auf der Schlossallee am 26. Oktober meldet sich die Familie einer Beteiligten zu Wort. Ein 80-jähriger BMW-Fahrer war mit der hinteren Tür eines geparkten Skoda Superb kollidiert. Doch der Ehemann der Skoda-Fahrerin kritisiert, dass wichtige Umstände in der bisherigen Berichterstattung fehlen.
Der Skoda habe auf einem ausgewiesenen Parkplatz an der beleuchteten Tempo-30-Straße gestanden, berichtet er. Seine Frau habe den herannahenden BMW bemerkt und an der Fahrertür gewartet. Eine Mitfahrerin habe währenddessen an der halb geöffneten hinteren Tür Arbeitsmaterialien herausgenommen. Der BMW sei mit „offensichtlich unangepasster Geschwindigkeit“ und „auffällig geringem Seitenabstand“ vorbeigefahren, schildert der Mann. Diese Einschätzung ist bislang nicht unabhängig bestätigt.
Besonders erschreckend seien die unmittelbaren Folgen gewesen: „Zwar wurde glücklicherweise niemand verletzt, allerdings wurde meine Frau unmittelbar von herumfliegenden Glassplittern und Teilen des beschädigten Außenspiegels getroffen.“ Splitter hätten sogar in ihren Schuhen gesteckt. „Durch diese verkürzte Darstellung entsteht der Eindruck, dass das Öffnen der Fahrzeugtür allein ursächlich für den Unfall gewesen sei“, kritisiert der Ehemann. Die Polizei meldete rund 1.000 Euro Sachschaden und keine Verletzten. Die Schuldfrage bleibt offen.



