Radebeul/Dresden. Vom Café Lößnitz bis zum Waffelkaffee in Altkötzschenbroda: Radebeul spielt in der Lebensgeschichte von Uwe Heidecke eine besondere Rolle. Der Dresdner Koch und Gastronom blickt auf ein halbes Jahrhundert zwischen Herd, Gastraum und Selbstständigkeit zurück. Seine Erinnerungen hat er jetzt in einem Buch festgehalten.
Unter dem Titel „Einmal Koch … immer Koch! Ein Leben fürs Kulinarische“ nimmt Heidecke seine Leser mit auf eine unterhaltsame Zeitreise durch 50 Jahre sächsische Gastronomiegeschichte. Es geht um DDR-Kneipen, Interhotels, Küchen und Kühlhäuser, aber auch um den Wandel einer Branche, in der sich seit der Wende vieles verändert hat. Der 1959 in Dresden geborene Heidecke lernte sein Handwerk im Restaurantkomplex des renommierten Interhotels „Bastei“ an der Prager Straße. Es folgten berufliche Stationen in der Hüttermühle Radeberg, im Café Lößnitz in Radebeul und auf der Elbterrasse Wachwitz. Zwischen 1981 und 1983 absolvierte er außerdem ein Fernstudium an der Fachschule Leipzig.
Schon vor der Wende wagte Heidecke den Schritt in die Selbstständigkeit. Gemeinsam mit seiner Frau baute er das Familienrestaurant „Zum Rankeschlößchen“ in Dresden-Neukaditz wieder auf und eröffnete es neu. Auch später blieb Radebeul ein wichtiger Standort. Neben gastronomischen Stationen wie dem Waffelkaffee in Altkötzschenbroda betrieben Heidecke und seine Frau von 1998 bis 2025 hier erfolgreich den Partyservice „Traiteur de Sax“.
Sein Buch erzählt damit nicht nur eine persönliche Berufsgeschichte, sondern lässt auch ein Stück regionaler Alltagskultur lebendig werden. Schließlich steckt hinter jeder Gaststätte mehr als eine Speisekarte: Menschen, Erinnerungen und manchmal ein ganzes Stück Zeitgeschichte.
Wer mehr über die Geschichten hinter den Küchentüren erfahren möchte, hat dazu am Dienstag, 27. Oktober 2026, Gelegenheit. Um 18 Uhr stellt Uwe Heidecke sein Buch im Stadtarchiv Dresden an der Elisabeth-Boer-Straße 1 vor und berichtet aus seinem bewegten Berufsleben. Der Vortrag mit Buchpräsentation richtet sich an Geschichtsinteressierte, ehemalige Gäste und alle, die sich für die Gastronomie zwischen Dresden und Radebeul begeistern.
Der Eintritt ist frei.



