Der Fernzug hält ab Dezember nicht mehr in Radebeul. Foto © BranczeiszDer Fernzug hält ab Dezember nicht mehr in Radebeul. Foto © Branczeisz

Wer ab Dezember 2026 mit dem Regionalexpress RE50 nach Leipzig will, muss zunächst mit der S-Bahn von Radebeul-Ost nach Coswig und dort umsteigen. Besonders kritisch: Der S-Bahn-Takt soll sich laut VVO erst ab Dezember 2027 auf Viertelstunden-Takt montags bis freitags zwischen 6 und 18.30 Uhr verdichten. Bleibt mindestens1 Jahr, in dem es abenteuerlich werden dürfte, dem Regionalzug immer pünktlich zu erreichen – und das ggf. mit Gepäck. Von Zugausfällen und Verspätungen zu schweigen. Ein Vertreter des VVO überbrachte den Stadträten die Botschaft persönlich im Stadtrat am Mittwochabend. Die Rechnung des VVO ist einfach: Durch die haltlose Verbindung von Dresden und Leipzig gewinnt der Zug 6 Minuten.

Anpassung der Haltephilosphie eines RegionalExpress, nicht im S-Bahnbereich zu halten, nennt es der VVO. Abhängen der größten Stadt im Landkreis Meißen, nennt es OB Bert Wendsche. Auch die Stadträte waren überrascht und aufgebracht und kritisierten die Entscheidung. Denn ist bereits gefallen. Dass es 1 Jahr lang noch keinen neuen S-Bahn-Takt gibt und der Zug trotzdem nicht mehr hält, liegt an unterschiedlichen Ausschreibungszeiten für die Strecken. Zwischen Dresden und Coswig sind laut täglich VVO 7.400 Menschen im RE50 unterwegs, 96 Prozent der Fahrgäste würde vom Verzicht auf den Zwischenhalt profitieren.

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