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Montaine Kuß (19) zeigt, wie modern Lebensrettung heute funktioniert. Die gebürtige Frankfurterin (Oder) lebt in Coswig und macht seit September 2025 ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Meißen/Mittelsachsen. Sie hält Erste-Hilfe-Kurse im Regionalverband. Das heißt zum Beispiel, in große Unternehmen zu gehen oder in der Tagungslounge vor Teilnehmern zu stehen, zu sprechen, auf Fragen zu antworten und den einen oder anderen Handgriff zu zeigen.
Zu ihren Kunden zählen Betriebe aus dem Handel genauso wie Handwerker, das Gesundheitswesen oder Fahrschulen. Vor allem betriebliche Ersthelfer bekommen bei den Johannitern alle zwei Jahre ihren Auffrischungskurs. Doch wer glaubt, da müsse nur ein bisschen in alten Präsentationen geblättert werden, der irrt. Neue medizinische Kenntnisse werden differenzierter vermittelt. Die Frage, ob der Helm nach einem Motorradunfall abgesetzt werden sollte oder nicht, ist so ein Beispiel. Oder neue Erkenntnisse zu typischen Symptomen für Herzinfarkte bei Frauen. Manchmal stellt unser Alltag uns auch vor neue Fragen. Mit E-Autos stehen Ersthelfer vor gänzlich neuen Szenarien.
Montaine freut sich, wenn Teilnehmer Fragen stellen oder auch ihre Unsicherheit beschreiben. Erst das zeugt von echtem Interesse. „Es geht nicht nur darum, Wissen zu vermitteln“, sagt sie, „sondern auch darum, Menschen die Angst zu nehmen, im Ernstfall etwas falsch zu machen.“
Neben ihrer Arbeit ist sie vor allem aktiv – beim Wandern und Klettern in der Sächsischen Schweiz, bei ihren Pferden oder einfach bei einem Ausflug nach Dresden. Der Weg, den sie geht, fühlt sich richtig an. So gut, dass Montaine ab September ihre Ausbildung zur Notfallsanitäterin bei den Johannitern beginnen wird. Ein Grundstein ist schon mal gelegt – die Erste Hilfe.


