Melli mit ihrem Hund Odin an der Serkowitzer Elbe. Foto © privatMelli mit ihrem Hund Odin an der Serkowitzer Elbe. Foto © privat

Wenn am 13. Juni auf dem Gelände des Weißen Hauses in Radebeul die ersten Gitarren erklingen, geht es um weit mehr als nur gute Musik. Hinter der „Benefiz Miez“ – Rock für den Tierschutz – steckt eine Frau, die seit Jahren unermüdlich für Tiere in Not kämpft: Melanie Reiche, von allen nur „Melli“ genannt. Die gebürtige Zittauerin lebt heute in der Sächsischen Schweiz und hat aus einer kleinen Idee eine der größten Tierschutz-Benefizveranstaltungen im Osten Deutschlands gemacht.

Bereits zum siebten Mal organisiert Melli das Open-Air-Festival ehrenamtlich und das ausschließlich auf Sponsorenbasis. Rund neun Monate Vorbereitungszeit stecken in jeder Ausgabe. Am 13. Juni verwandelt sich das Areal am Weißen Haus von 15 bis 22 Uhr erneut in einen Treffpunkt für Tierfreunde, Familien und Musikfans. Der Eintritt ist frei, Spenden sind ausdrücklich erwünscht.

Sieben Bands stehen auf der Bühne, obwohl sich sogar zwölf Formationen beworben hatten. Die Resonanz sei überwältigend gewesen, erzählt Reiche. Die Erlöse von meist 4.000 bis 5.000 Euro kommen vollständig den teilnehmenden Vereinen zugute. Unterstützt werden unter anderem das Tierheim Horka, die Glücksrinder, das Tierheim Freital, die Igelhilfe Radebeul, die NotEselhilfe, die Katzenschutzinitiative sowie weitere Vereine und Initiativen aus Sachsen.

Für viele Besucher ist die Benefiz Miez längst mehr als ein Festival. Es ist ein Ort der Begegnung. Während am Grill Spenden gesammelt werden, Kaffee und Kuchen verkauft oder Tombolalose über den Tisch gehen, informieren zahlreiche Vereine über ihre tägliche Arbeit für Tiere in Not.

Dass die Veranstaltung erneut am Weißen Haus stattfindet, freut Melli besonders. Die Diskussionen um das historische Areal habe sie verfolgt. „Ich hoffe, dass viele Menschen den Ort dadurch neu entdecken und ihn von einer anderen Seite kennenlernen“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Gleichzeitig verspricht sie Rücksicht auf die Nachbarschaft: „Ich weiß, 21.59 Uhr ist Ruhe.“ Die Stadt Radebeul hat zudem Schallmessungen angekündigt.

Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde Melanie Reiche 2025 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Was 2015 als Facebook-Gruppe begann, entwickelte sich zu einem starken Netzwerk aus Pflegestellen, Lebenshöfen und Tierschützern in ganz Sachsen.

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