Lilli (19) erlebt ihren Traumjob: Ausbildung zur Notfallsanitäterin. Foto © BranczeiszLilli (19) erlebt ihren Traumjob: Ausbildung zur Notfallsanitäterin. Foto © Branczeisz

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Hi, ich bin Lilli, 19, und seit ein paar Monaten bin ich in der Ausbildung zur Notfallsanitäterin bei den Johannitern – mein absoluter Traumjob. Die Ausbildung dauert drei Jahre, aber eigentlich wusste ich schon in diesem einen Moment: Das ist es!

Ich war gerade im ersten Jahr am Gymnasium, es war Sommer, wir lagen mit Freundinnen im Schwimmbad – plötzlich Aufregung: Ein 15-jähriger Junge wurde bewusstlos aus dem Wasser gezogen, hatte einen Herzstillstand. Ich habe die Wiederbelebung mitbekommen, wie der Hubschrauber landete … und da hat’s klick gemacht: Ich will auch mal Leben retten.

Danach ging’s für mich ins FSJ – ein halbes Jahr Notaufnahme im Diakonissenkrankenhaus Dresden-Neustadt. Kurz danach war ich noch im Hotel in Tirol, aber der Rettungsdienst hat mich nie losgelassen.

Jetzt sitze ich regelmäßig hinten im brandneuen Rettungswagen – seit Oktober 2025 ist er im Einsatz. Zwei Stück haben die Johanniter bekommen – einer fährt in Radebeul, einer in Moritzburg. Ich bin im ersten Lehrjahr, also erstmal „Zuschauerin“, aber ich darf schon mitmischen: Blutdruck messen, EKG schreiben, Temperatur und Blutzucker checken. Klar, Zuschauen ist wichtig, aber am liebsten bin ich voll dabei – mein Team ist mega.

Unser Rettungswagen ist eine Hightech-Rollstation: Höhenverstellbare Trageliege mit Hydraulik – kein schweres Heben mehr, Gegensprechanlage statt Zuruf durchs Fenster, verstellbare Heizung und Licht wie im Auto. Dazu jede Menge Ausstattung: Lifepak, Sauerstoff, Pumpen, Amputationsset, Vakuummatratze, Beckenschlinge, Kältepacks, Wärmesysteme, sogar ein Stuhl mit „Raupe“, der elektrisch über Treppen fährt. Und endlich drei Sitze hinten – da kann ich mit dem Notfallsanitäter direkt beim Patienten bleiben.

Meine Ausbildung findet in der Johanniter-Schule in Dresden-Löbtau statt. In drei Jahren will ich selbst Notfallsanitäterin sein. Bis dahin: Praxis, Theorie, Staatsexamen – und der C1-Führerschein. Den muss ich leider selbst zahlen. Aber klar ist: Es lohnt sich! Auf acht Stellen bewerben sich gerade 400 Leute – das zeigt doch, wie beliebt dieser Job ist.

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