Radebeul. Die Stadt will die Moritzburger Straße zwischen Jägerhofstraße und Neuländer Straße grundlegend ausbauen. Der Baustart ist für 2028 vorgesehen. Rund 4000 Fahrzeuge rollen täglich über die wichtige Verbindung in Richtung Moritzburger Umland – bislang auf gerade einmal 5,50 Meter Fahrbahnbreite.
Besonders eng wird es für Fußgänger: Die vorhandenen Gehwege messen stellenweise nur einen bis 1,50 Meter. Das soll sich ändern. Dafür hat die Stadt auf der östlichen Straßenseite bereits ein Grundstück angekauft. Insgesamt soll der öffentliche Verkehrsraum künftig knapp elf Meter breit sein. Auch im Bebauungsplan sind angrenzende Grundstücksflächen berücksichtigt, um die heutigen Engstellen überhaupt beseitigen zu können. Die Fahrbahn selbst wächst auf 6,50 Meter. Damit sollen sich künftig auch zwei Lastwagen problemlos begegnen können. Auf der Westseite ist ein 2,50 Meter breiter Gehweg vorgesehen. Dort liegen zahlreiche Grundstückszufahrten, weshalb mehr Platz benötigt wird. Der östliche Gehweg soll 1,80 Meter breit werden.
Dass es an dieser Stelle heute so eng zugeht, hat auch historische Gründe: Die Moritzburger Straße folgt in diesem Bereich einer alten Wegeverbindung zwischen Kötzschenbroda und Lindenau. Bereits seit 1865 trägt sie ihren heutigen Namen.
Für den Ausbau rechnet Radebeul derzeit mit rund 650.000 Euro. Gleichzeitig will die Stadt das Projekt auf der Prioritätenliste des Landkreises Meißen möglichst weit nach vorn bringen. Als Kreisstraße erfüllt die heutige Verbindung nach Einschätzung der Stadt nicht mehr die Anforderungen, die Verkehr und Fußgänger inzwischen an diesen Abschnitt stellen.



