Radebeul. Damit hatte selbst Oberbürgermeister Bert Wendsche nicht gerechnet. „Das kann gern Schule machen“, sagte er gut gelaunt. Denn in seiner Amtszeit ist ihm so etwas zum ersten Mal passiert: Das Nachlassgericht informierte die Stadt über ein überraschendes Erbe für die Friedrich-Schiller-Grundschule.
Monika Ingeborg Richter, geboren am 12. Januar 1949 und verstorben am 6. Juli 2026, hat der Schule gut 35.000 Euro hinterlassen. Insgesamt gehen 60 Prozent ihres Nachlasses an einen gemeinnützigen Verein und 40 Prozent an die Grundschule. Da die Stadt Radebeul Schulträger ist, tritt sie das Erbe für die Schule an. Zuvor musste jedoch geprüft werden, ob größere Verbindlichkeiten oder Schulden bestehen, die Radebeul anteilig übernehmen müsste. Noch laufende Verträge, etwa für Versicherungen oder Telefon, können abschließend erst geprüft werden, sobald der Erbschein vorliegt.
Fest steht bereits: Das geerbte Geld muss der Friedrich-Schiller-Grundschule zugutekommen. Über die konkrete Verwendung will die Stadt gemeinsam mit Schulleitung und Schulförderverein entscheiden. Bereits vorgesehene städtische Mittel für die Schule dürfen wegen des Erbes nicht gekürzt werden.
Die Stadträte müssen am Mittwoch noch zustimmen.



