Für viele junge Menschen im Landkreis Meißen bricht ab Juli eine wichtige Anlaufstelle weg: Zum 1. Juli 2026 endet die reguläre Arbeit des Jugendmigrationsdienstes der Diakonie Meißen. Auch das Projekt „Respekt Coaches“ kann nicht weitergeführt werden. Neue Anfragen und Neuaufnahmen sind damit nicht mehr möglich.
Der Jugendmigrationsdienst begleitet seit 1998 junge Zugewanderte im Alter von 12 bis 27 Jahren. Bisher half das Angebot bei schulischen, beruflichen, behördlichen und persönlichen Fragen – oft genau dort, wo Orientierung, Sprache und Vertrauen entscheidend sind. Für viele Jugendliche und junge Erwachsene war der Dienst eine Brücke in Ausbildung, Alltag und Gesellschaft.
Auch das Projekt „Respekt Coaches“ fällt weg. Es setzte direkt an Schulen an, stärkte demokratische Werte, förderte ein gutes Klassenklima und unterstützte junge Menschen dabei, Konflikte besser zu lösen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verstehen.
Diakonie-Geschäftsführer Frank Radke zeigt sich betroffen. Grund für das Ende sei eine anhaltende Unterfinanzierung, die einen wirtschaftlich verantwortbaren Weiterbetrieb unmöglich mache. Betroffene Klientinnen und Klienten sollen nun gezielt informiert werden, damit laufende Maßnahmen geordnet abgeschlossen werden können.



