Annett Gröschner (geb. 1964), Autorin, fotografiert in Berlin-Schöneweide. Foto © Susanne SchleyerAnnett Gröschner (geb. 1964), Autorin. Foto © Susanne Schleyer

Radebeul bekommt literarischen Besuch: Mit klarer Stimme, feinem Blick für Geschichte und einem Gespür für die leisen Töne kommt Autorin Annett Gröschner am 23. April 2026 in den Kultur-Bahnhof. Im Rahmen des neuen Formats KULTUR.PUR liest sie ab 19 Uhr aus ihrem aktuellen Roman „Schwebende Lasten“ – und bringt dabei ein ganzes Jahrhundert auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht Hanna, Blumenbinderin und Kranfahrerin – eine Frau, die für viele steht, die oft übersehen werden. Gröschner erzählt von einem Leben im Osten Deutschlands, vom Ende des Industriezeitalters und von stillen Heldinnen, deren Geschichten selten im Rampenlicht stehen. Es ist ein Roman, der große Geschichte durch ein einzelnes Leben greifbar macht – intensiv, nahbar und ohne Pathos.

Die Autorin, 1964 in Magdeburg geboren und seit den 1980er Jahren in Berlin lebend, gehört zu den prägenden Stimmen der Gegenwartsliteratur. Bekannt wurde sie unter anderem mit „Moskauer Eis“ und „Walpurgistag“. Zuletzt sorgte sie gemeinsam mit Peggy Mädler und Wenke Seemann mit dem Bestseller „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ für Aufmerksamkeit. Zahlreiche Auszeichnungen – darunter der Große Kunstpreis Berlin und der Klopstock-Preis – unterstreichen ihre Bedeutung.

Der Eintritt ist unkompliziert: Karten gibt es direkt am Einlass. Wer sich vorab einen Platz sichern möchte, kann telefonisch unter 0351 8311-600 oder per E-Mail an kulturamt@radebeul.de reservieren.

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