Wasserski und Wakeboarding werden zum Schulsport am Kiessee Leuben. Auch Schulen außerhalb Dresdens können teilnehmen und Förderung nutzen. Foto © Wasserskilift DresdenWasserski und Wakeboarding werden zum Schulsport am Kiessee Leuben. Auch Schulen außerhalb Dresdens können teilnehmen und Förderung nutzen. Foto © Wasserskilift Dresden

Mit dem neuen Schuljahr kommt Bewegung aufs Wasser: Am Kiessee Leuben können Schülerinnen und Schüler ab dem Schuljahr 2026/2027 Wasserski und Wakeboarding ganz offiziell im Rahmen des Sportunterrichts ausprobieren. Das Angebot richtet sich an Klassen ab Klassenstufe 5 bis zur gymnasialen Oberstufe. Hinter der Idee steht Martin Riedel von WAKE UP! Concept. Dresdens Bildungs- und Sportbürgermeister Jan Donhauser hat die Patenschaft übernommen und sieht darin eine zeitgemäße Erweiterung des klassischen Schulsports.

Wichtig für Schulen aus Radebeul, Meißen und dem gesamten Umland: Das Angebot ist auf der Betreiberseite nicht auf Dresdner Schulen beschränkt. Angesprochen werden Schulklassen bis zur Abiturstufe. Zudem verweist Cable Dresden ausdrücklich darauf, dass der Freistaat den Schulsport an der Wasserskianlage unterstützt. Damit können auch Schulen außerhalb der Landeshauptstadt Termine anfragen. Der sächsische Schulsport wird landesweit organisiert und regional durch das Landesamt für Schule und Bildung begleitet.

Auch beim Preis soll das Erlebnis für Schulen kalkulierbar bleiben. Die Liftmiete für Schulklassen kostet ab 150 Euro pro Stunde – inklusive Schwimmweste, Neoprenanzug, Lernwakeboard und Paarski. Der Betreiber empfiehlt für Gruppen mit bis zu 20 Schülerinnen und Schülern zwei Stunden inklusive Sicherheitseinweisung. Damit liegen die regulären Kosten bei mindestens 300 Euro. DECATHLON Dresden unterstützt jede teilnehmende Klasse einmalig mit 100 Euro, sodass sich dieser Betrag beispielsweise auf 200 Euro reduzieren kann. Der Zuschuss kann laut Betreiber etwa auch für einen benötigten Rettungsschwimmer eingesetzt werden. Zusätzlich weist Cable Dresden auf eine Unterstützung durch den Freistaat Sachsen hin. Details zu Finanzierung, Ablauf und Bewertungsregeln sollen Schulen über die genannten Schulsport-Ansprechpartner beziehungsweise das Landesamt für Schule und Bildung erfragen.

Ganz spontan funktioniert die Sportstunde auf dem Wasser allerdings nicht. Die Anmeldung muss mindestens zwölf Tage vorher erfolgen. Außerdem müssen eine Lehrkraft und ein Rettungsschwimmer mit Stufe Silber dabei sein. Unter diesen Voraussetzungen ist das Angebot über die gesetzliche Schülerunfallversicherung abgesichert. Lehrkräfte müssen die Jugendlichen über Risiken informieren und vorab die Einverständniserklärung der Eltern einholen. Die angebotenen Lehrvideos sollen ebenfalls vor dem Termin angesehen werden. Termine für Schulklassen sind werktags während der Schulzeit bis 16 Uhr möglich.

Auch Sportlehrkräfte können sich vorbereiten: Für sächsische Sportlehrerinnen und Sportlehrer bietet die Anlage einen Einsteigerkurs an. Gegen Vorlage des Dienstausweises wird die Teilnahmegebühr erstattet. Verpflichtend ist der Kurs für einen Schulausflug jedoch nicht, da die Schüler vor Ort gemeinsam eingewiesen werden. Neben Bewegung und neuen sportlichen Erfahrungen spielt auch Umweltbewusstsein eine Rolle: Die Klassen können ihren Sporttag freiwillig mit einer Müllsammelaktion am Kiessee verbinden. So wird aus der ungewöhnlichen Sportstunde auf Wunsch gleich noch ein praktischer Beitrag für eine saubere Umgebung.

Barrierefreiheit