Irene Wieland (Radebeul) und Arakaki Yuuka (Okinawa) stimmen sich mit einer Installation auf den Kunstsommer ein. Foto © BranczeiszIrene Wieland (Radebeul) und Arakaki Yuuka (Okinawa) stimmen sich mit einer Installation auf den Kunstsommer ein. Foto © Branczeisz

Dieser Sommer wird farbenfroh, kreativ und voller fernöstlicher Inspiration – zumindest in Moritzburg. Vom 6. Juni bis zum 30. August 2026 lädt die Kulturlandschaft Moritzburg GmbH erneut zum „Japanischen Kunstsommer“ ein. Rund um das Rote Haus am Dippelsdorfer Teich entsteht damit ein besonderer Ort für Begegnungen, Workshops, Gespräche und künstlerische Erlebnisse inmitten der idyllischen Naturkulisse der Moritzburger Teichlandschaft.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Rote Haus ein inspirierender Treffpunkt für die Künstler der BRÜCKE-Bewegung. Bis heute verbindet die Suche nach dem Ausdruck des Augenblicks die expressionistische Kunst mit der japanischen Ästhetik. Wahrnehmung, Reduktion und die Schönheit des Vergänglichen spiegeln sich dabei in Tuschemalerei, Ikebana, Kalligrafie oder der Philosophie des Wabi-Sabi wider.

Drei Künstlerinnen aus Okinawa, Tokio und Radebeul bringen ihre ganz eigenen Sichtweisen mit nach Moritzburg. Irene Wieland und Yini Tao konzipierten den Kunstsommer gemeinsam und schufen über das „Kunsthaus am Fluss“ in Osaka zugleich eine kulturelle Verbindung zwischen Japan und der Region Dresden. Dabei wirkt der Kunstsommer keineswegs distanziert oder verkopft. Unter dem Motto „Konnichiwa Natsu“ – „Hallo Sommer“ – stehen Offenheit, Farbenfreude und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt. Eröffnet wird der „Japanische Kunstsommer“ am 6. Juni, 17 Uhr, mit einem Kennenlernen sowie einer japanischen Tanzperformance der Meisterin des traditionellen Ryūkyū-Tanzes und des Uta-Sanshin, Riko Sugama.

Im weiteren Verlauf laden zahlreiche Veranstaltungen und Workshops zum Mitmachen ein. Karen Kamiya (Tokio/Dresden) gestaltet unter anderem Workshops zum Radierstempel schnitzen am 14. Juni sowie zu Frottagetechniken am 28. Juni. Irene Wieland (Radebeul/Okinawa) initiiert gemeinsam mit der Cellistin Sabine Grüner am 4. Juli, 17 Uhr, eine besondere Live-Performance mit Actionpainting und musikalischem Austausch. Weitere Programmpunkte sind Workshops im Tuschezeichnen am 18. und 19. Juli, Schattenzeichen am 26. Juli, Kalligrafie am 9. August sowie Bingata-Muster für farbenfrohe Blumenmotive am 22. August.

Ein besonderer Höhepunkt wird zudem der 7. Juli: An diesem Tag findet das japanische Sternenfest Tanabata statt. Der Legende nach begegnen sich nur dann die Sterne Vega und Altair, die sonst durch die Milchstraße getrennt sind. Von 15 bis 20 Uhr dreht sich deshalb alles um Figurenfalten, Geschichten, Puppentheater und sommerliche Familienmomente.

Die Anreise ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Regionallinie 475 bis zur Haltestelle „Friedewald Bad“ möglich. Besonders atmosphärisch gelingt sie jedoch mit der historischen Lößnitzgrundbahn. Ergänzend lohnt sich für Japanfans ein Besuch im Schloss Moritzburg, in Meißen oder in der Dresdner Sonderausstellung „Japan auf Papier“.

Weitere Informationen gibt es unter:
www.kunstsommer-moritzburg.de

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