Ein lauter Knall mitten am Vormittag: Am Mittwoch gegen 10.30 Uhr ist es an der Pestalozzistraße in Radebeul zu einem Zusammenstoß zwischen einem Opel Corsa und der historischen Schmalspurbahn Lößnitzgrundbahn gekommen. Der auch als „Lößnitzdackel“ bekannte Traditionszug war in Richtung Radeburg unterwegs, als es zur Kollision kam.
Nach ersten Informationen wollte eine 69-jährige Autofahrerin vom Steinbachstraße aus die Gleise überqueren. Dabei übersah sie offenbar die herannahende Bahn. Der Zugführer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen – es kam zum Zusammenstoß.
Glück im Unglück: Weder die Fahrerin noch Reisende im Zug wurden verletzt. Auch der Bahnverkehr musste offenbar nicht längerfristig unterbrochen werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 4.000 Euro geschätzt.
Die Lößnitzgrundbahn gilt als technisches Denkmal und ist als Kulturdenkmal des Freistaates Sachsen geschützt. Die 750-Millimeter-Schmalspurbahn verbindet Radebeul Ost mit Radeburg und ist besonders bei Touristen und Eisenbahnfreunden beliebt.
Ob an der Gleisquerung Verkehrszeichen oder ein Andreaskreuz missachtet wurden, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Auch zu möglichen Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit liegen derzeit keine Angaben vor. Ein in sozialen Netzwerken kursierendes Video zum Vorfall ist aktuell nicht verifiziert.



