Jetzt steht fest – schon am 7. Februar rücken die Bagger an der Waldstraße an. Für den Rest des Jahres heißt es dann: Vollsperrung, aufgeteilt in drei Bauabschnitte. Abschnitt 1 reicht von der August-Bebel-Straße bis zur Hermann-Hesse-Straße, Abschnitt 2 verläuft bis zur Mitte der Netto-Zufahrt und Abschnitt 3 führt von dort bis zur Stadtgrenze. Wer denkt, irgendwie noch durchzukommen – leider Fehlanzeige. Während der Bauzeit bleibt die Waldstraße komplett dicht. Der Netto-Markt bleibt zwar erreichbar, doch es wird spürbare Umwege geben.
Natürlich wollten die Stadträte in der Sitzung am Mittwoch wissen, wie die Umleitung konkret aussehen soll – doch da blieb die Stadt noch zurückhaltend. Man sei noch in der Abstimmung, die Beschilderung sei nicht final, erklärte Dr. Jörg Müller, Erster Bürgermeister. Klar ist: Die Stadt ist sich bewusst, welche Herausforderung das für viele bedeutet. Denn auch in Dresden wird gleichzeitig an mehreren Stellen gebaut – die Verkehrsbelastung dürfte also steigen. Immerhin: Warnhinweise werden an zentralen Punkten wie der Kreuzung Meißner Straße / August-Bebel-Straße und an der „Baumwiese“ aufgestellt.
Auch die Buslinie 475 wird großräumig umgeleitet, Ersatzhaltestellen werden rechtzeitig eingerichtet und ausgeschildert. Die Bauarbeiten übernimmt die Flottmann Tiefbau GmbH aus Wachau – mit einem Gesamtvolumen von fast 1,9 Millionen Euro. 925.576 Euro trägt die Stadt Radebeul selbst.
Die Straße ist eine zentrale Lebensader der Stadt – rund 6.000 Fahrzeuge nutzen sie täglich, darunter viele Lkw. Doch der Belag ist sichtbar in die Jahre gekommen: Risse, Ausbrüche, Flickstellen – und auch die Tragschicht ist inzwischen beschädigt.
Deshalb haben die Stadt Radebeul und die Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Radebeul + Coswig (WAB R+C) ein umfassendes Sanierungspaket geschnürt. Neben dem Straßenbelag werden auch Trinkwasserleitung und Abwasserkanal komplett erneuert. Wo nötig, werden Gehwege instandgesetzt oder neu gebaut.
Ein wichtiges Zeichen für viele: Die Haltestelle „Grüne Straße“ wird barrierefrei umgebaut – endlich! Finanziert wird das Gesamtprojekt über bewilligte Fördermittel – ein starkes Signal für die Infrastruktur in Radebeul.
Damit alle Anwohner informiert sind, gibt es rechtzeitig vor Baustart Infozettel von der Baufirma – mit Ansprechpartnern und allen wichtigen Details. Die Zufahrt zu Grundstücken soll so gut wie möglich erhalten bleiben, beim Netto wird der Zugang je nach Bauabschnitt geregelt – mal von der einen, mal von der anderen Seite.



