Radebeul plant die „Neue Mitte“: 10,5 Hektar am Meda-Gebäude werden neu gedacht - jetzt sind die Radebeuler eingeladen. Foto © BranczeiszRadebeul plant die „Neue Mitte“: 10,5 Hektar am Meda-Gebäude werden neu gedacht - jetzt sind die Radebeuler eingeladen. Foto © Branczeisz

Am 9. Mai ist „Tag der Städtebauförderung“ – und diesmal zeigen Radebeuls Stadtentwickler etwas, das viele täglich übersehen: eine 10,4 Hektar große Fläche mitten in der Stadt. Das Areal des einstigen Meda-Gebäudes an der Meißner Straße 189. Alle fahren hier vorbei – kaum einer nimmt noch wahr, welche Flächen hier eigentlich schlummern.

Seit 2015 gibt es dieses Format, Bürgern Projekte vorzustellen. Es gab Stadtrundgänge in Ost und West, fertige Objekte wurden präsentiert, Pläne diskutiert. Diesmal geht es um die „Neue Mitte Radebeul“. Ein Großprojekt mit Perspektive bis 2039. Ziel ist ein Lückenschluss für Radfahrer und Fußgänger zwischen Radebeul-Ost und -West – eine durchgängige Tangente im Grünen, parallel zur vielbefahrenen Meißner Straße. Und mehr noch: Es soll eine echte „Mitte“ entstehen. In einer Stadt, die sich bislang eher wie auf einer Perlenkette aufreiht. Geplant ist ein Haus der Stadtkultur, in dem Archiv und Gemäldesammlung untergebracht werden. Dazu ein Begegnungsort für Veranstaltungen, Freiraum für Sport und Spiel – ein Platz, der nicht nur existiert, sondern genutzt wird.

Der 9. Mai soll genau das vermitteln – als Auftaktveranstaltung. Auch das Meda-Gebäude selbst wird wieder ins Stadtgespräch geholt. Mit Führungen durch den früheren Technischen Leiter des Labors. Gleichzeitig wird das Gelände belebt: Ball spielen, ein Puppentheaterstück mit Bianca Heuser – „Der goldene Taler“, passend gewählt – schließlich braucht es die. Für die etwas Größeren legt ein 13-jähriger DJ auf. Die Kellerkumpane sind mit vier Mitgliedern dabei und spielen um 14.30 und 16.30 Uhr. Auch der Abi-Jahrgang 2027 des Lößnitzgymnasiums ist vor Ort: Kaffee, Kuchen für den „kleinen Taler“ und Kinderschminken. Los geht’s am 9. Mai ab 14 Uhr.

Das Meda-Gebäude selbst – ein Schlüsselgrundstück – ist in erstaunlich gutem Zustand. Ein Umstand, den die Stadt nutzen will. Schon vorher soll hier immer mal etwas stattfinden, um den Gedanken der „Neuen Mitte Radebeul“ in den Alltag zu holen. Ein Ort zum Treffen, vielleicht für Skulpturenausstellungen oder Aufführungen. Die Idee für diesen Lückenschluss ist übrigens nicht neu. Schon 1987 hatte eine Umweltgruppe die radläufige Verbindung bei der Stadt angeregt. Jetzt wird daraus konkret etwas.

Eine Webseite ist bereits geschaltet. Dort finden sich Beteiligungsformate und der aktuelle Stand der Planung. Die Botschaft ist klar: Diese Mitte entsteht nicht irgendwann – sie beginnt jetzt.

Alle fahren vorbei: 10,4 Hektar plötzlich im Fokus. Mitten in Radebeul rückt ein fast vergessenes Areal an der Meißner Straße wieder ins Blickfeld. Besucher können das Gelände erkunden, Musik hören und mehr erleben, während gleichzeitig ein Großprojekt bis 2039 vorgestellt wird, das die Stadt verändern wird… 🌿

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