„Seit vielen Jahren haben wir beim Schloss-Triathlon mal wieder einen echten Regentag erwischt.“ Foto © Branczeisz„Seit vielen Jahren haben wir beim Schloss-Triathlon mal wieder einen echten Regentag erwischt.“ Foto © Branczeisz

„Seit vielen Jahren haben wir beim Schloss-Triathlon mal wieder einen echten Regentag erwischt.“ Mit diesen Worten bringt Cheforganisator Jens Kafka einen Wettkampftag auf den Punkt, der den Athletinnen und Athleten alles abverlangte. Wobei selbst diese Beschreibung die Bedingungen nicht wirklich trifft. Kaum zeigte sich die Sonne, zogen wieder dunkle Wolken auf und wenig später öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Es schüttete.

Dabei begann der Tag für die Aktiven schon lange vor dem ersten Startsignal. Bereits ab 5.30 Uhr lief das Einchecken, um 7 Uhr gingen die ersten Athleten im Schlossteich ins Wasser. Dort warteten 18 Grad Wassertemperatur. Kühl genug, damit Neoprenanzüge erlaubt waren. Viele nutzen diesen Vorteil gern, denn der zusätzliche Auftrieb sorgt oft für etwas bessere Zeiten. Doch was im Wasser hilfreich war, wurde auf der Rad- und Laufstrecke schnell wieder zunichtegemacht. Regen, Wind und kühle Temperaturen machten den Wettkampf zu einer echten Herausforderung. Wie anspruchsvoll die Bedingungen waren, zeigte sich schon nach dem Schwimmen. Ein Teilnehmer, der ohne Neoprenanzug gestartet war, fror so stark, dass er den Wettkampf nicht fortsetzen konnte.

Auch auf der Radstrecke blieb es nicht ganz ohne Zwischenfall. In der Nähe des Hochseilgartens übersah ein Athlet ein Schlagloch und stürzte. Glücklicherweise zog er sich keine schweren Verletzungen zu. Ein Rettungssanitäter an der Strecke konnte sofort helfen. Darüber hinaus verlief der erste Wettkampftag ohne größere Probleme.

Trotz aller Wetterkapriolen waren überall Motivation, Ehrgeiz und gegenseitige Unterstützung zu spüren. Dass sich die Anstrengungen gelohnt haben, zeigen auch die Ergebnisse. Gleich drei Sportler blieben auf der Langdistanz unter der magischen Marke von neun Stunden. Dazu kamen zahlreiche persönliche Bestleistungen und einige besondere Geschichten.

Eine davon schrieb Ben. Der Jugendliche absolvierte seinen ersten Triathlon überhaupt – und entschied sich direkt für die Langdistanz. Eine Premiere, die wohl allen lange in Erinnerung bleiben wird. Genau solche Momente sind es, die den Schloss-Triathlon jedes Jahr besonders machen. Nicht nur Zeiten und Platzierungen zählen, sondern vor allem der Mut, sich einer solchen Herausforderung zu stellen.

Nun richtet sich der Blick auf Sonntag. Dann stehen ab 9 Uhr die Wettbewerbe über die olympische Distanz auf dem Programm, bevor ab 15 Uhr der Jedermann-Triathlon startet. Jens Kafka hofft dabei vor allem auf eines: weniger Regen – am besten gar keinen. Denn erfahrungsgemäß kommen bei trockenem Wetter deutlich mehr Besucher an die Strecke, um Freunde, Familienmitglieder und Vereinskollegen anzufeuern. Die Athleten hätten es nach diesem Samstag auf jeden Fall verdient. Und wer weiß: Vielleicht zeigt sich der Schloss-Triathlon am zweiten Tag doch noch von seiner sommerlichen Seite. Na dann, bis Sonntag!

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