Die Entschlammung des Dippelsdorfer Teichs nimmt konkrete Formen an: Bereits im Juni soll der Auftrag offiziell ausgeschrieben werden. Der Baustart ist nach aktuellen Planungen für September beziehungsweise Oktober vorgesehen. Auftraggeber ist der Freistaat Sachsen, vertreten durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).
Fest steht inzwischen auch das Logistikkonzept für die Bauarbeiten. Insgesamt wird es drei Abfuhrstellen für den Schlamm geben – eine davon direkt am Roten Haus. Das Gebäude wird deshalb während der gesamten Bauzeit nicht vermietet. Für viele Anwohner in Friedewald und Dippelsdorf gibt es jedoch Entwarnung: Die ursprünglich geplanten Transporte durch die Orte entfallen. Stattdessen wird es lediglich eine Ausfahrt über den Parkplatz Dippelsdorf am Jämmchen geben.
Auch eine weitere umstrittene Idee des SIB ist vom Tisch. Das gesamte Bad am Dippelsdorfer Teich soll während der Arbeiten nun doch nicht gesperrt werden. Die Transporte auf die Felder übernehmen landwirtschaftliche Betriebe aus der Region. Für die Ausbringung des Schlamms wurden bereits entsprechende Felder freigegeben. Brisant dabei: Die Emissionsschutzbehörde hat diesmal genehmigt, den Schlamm auf Felder auszubringen – obwohl genau das bei früheren Entschlammungen in nur rund einem Kilometer Entfernung noch untersagt worden war. Die Begründung: damals waren die Werte schlechter.
Bürgermeister Jörg Hänisch betont jedoch, dass weiterhin aktuelle Proben genommen werden. Dadurch seien jederzeit auch andere Entscheidungen möglich. Das dürfte spannend werden.



