Neue Radspur-Pläne am Terrassenufer zwischen dem Abzweig Terrassenufer und der Steinstraße in Dresden. Foto © ArchivNeue Radspur-Pläne am Terrassenufer zwischen dem Abzweig Terrassenufer und der Steinstraße in Dresden. Foto © Archiv

Im Dresden spitzt sich die Debatte um Verkehr und Parkraum erneut zu: Die Grünen im Stadtrat haben einen Antrag eingebracht, der das Radfahren am Terrassenufer deutlich sicherer machen soll – doch erneut könnten dafür Parkplätze verschwinden. Konkret geht es um den Abschnitt zwischen dem Abzweig Terrassenufer und der Steinstraße in Richtung Altstadt. Dort soll künftig entweder ein eigener Radfahrstreifen entstehen oder ein sogenannter Sicherheitstrennstreifen markiert werden. Letzterer würde mit mindestens 75 Zentimetern Abstand zu parkenden Autos verlaufen und durch Piktogramme ergänzt werden.

Der Hintergrund: Immer wieder kommt es in Dresden zu sogenannten „Dooring“-Unfällen. Dabei öffnen Autofahrer unachtsam ihre Türen – und Radfahrer prallen dagegen. Die Folgen sind oft schwer, teils sogar tödlich. Ein besonders tragischer Fall ereignete sich 2018 auf der St. Petersburger Straße. Genau solche Situationen wollen die Grünen nach eigenen Worten verhindern. Der für Radfahrer freigegebene Gehweg sei schmal, unübersichtlich und zwinge zum langsamen Fahren. Gleichzeitig entstünden Konflikte mit Fußgängern und aussteigenden Autofahrern.

Brisant bleibt die Parkplatzfrage: Für einen echten Radfahrstreifen müssten Stellplätze wegfallen. Laut Antrag seien diese jedoch häufig wenig ausgelastet. Ob das stimmt, ist unklar. Klar ist aber: Der Druck auf den Parkraum wächst weiter und das ist gewollt. In den vergangenen Jahren sind in Dresden bereits bis zu 1.000 öffentliche Parkplätze weggefallen – etwa durch neue Radwege, Baustellen oder Verkehrsberuhigung. Der Vorstoß am Terrassenufer dürfte die Diskussion weiter anheizen.

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