Im Verkehrsverbund Oberelbe steigen zum 1. April 2026 die Ticketpreise. Die bereits im Dezember beschlossene Anpassung liegt im Schnitt bei 3,3 Prozent und wird vor allem mit gestiegenen Personal- und Betriebskosten sowie der allgemeinen Inflation begründet. Für Fahrgäste bedeutet das konkret: Eine Einzelfahrt in Dresden kostet künftig 3,60 Euro, in den übrigen Tarifzonen 3,30 Euro. Bei Fahrten über mehrere Zonen hinweg erhöht sich der Preis um 20 bis 40 Cent. Auch die 4er-Karte wird teurer und liegt nun bei 13 Euro. Neu eingeführt wird eine Kurzstrecke für 2,10 Euro, die ausschließlich über die App FAIRTIQ abgerechnet wird. Alternativ bleibt die Kurzstrecke als 4er-Karte für 8,40 Euro erhältlich.
Auch Tageskarten für Einzelpersonen, Familien und Gruppen verteuern sich – je nach Strecke um 30 Cent bis 1,80 Euro. Wochen- und Monatskarten erhalten ebenfalls neue Preise. Unverändert bleiben hingegen das Deutschlandticket sowie das vom Freistaat Sachsen geförderte BildungsTicket. Gleichzeitig entfallen das NachtTicket und die 9-Uhr-Monatskarte aufgrund geringer Nutzung.
Eine grundlegende Änderung betrifft die Nutzung von Zeitkarten: Ab April wählen Fahrgäste beim Kauf von Wochen- und Monatskarten einen festen Starttag. Eine Entwertung ist dann nicht mehr notwendig. Hintergrund sind unter anderem hohe Betriebskosten von rund einer Million Euro jährlich für mehr als 2.500 Entwerter im Verbundgebiet sowie der Rückgang klassischer Zeitkarten-Nutzer. Für einen reibungslosen Übergang gelten großzügige Fristen: Alte Tickets können noch bis zum 30. Juni 2026 genutzt werden. Nicht genutzte Fahrscheine lassen sich ab dem 1. April bei Verkehrsunternehmen oder in der Mobilitätszentrale des Verkehrsverbundes gegen Aufpreis umtauschen – dafür bleibt sogar bis zu drei Jahre Zeit.
Weitere Informationen gibt es online unter www.vvo-online.de sowie telefonisch über die InfoHotline 0351 8526555.



