Eine Welle von Betrug schwappt über den Landkreis. Foto © pixabayEine Welle von Betrug schwappt wieder über den Landkreis. Foto © pixabay

In Meißen fiel am Nachmittag desselben Tages eine 84-jährige Frau auf eine perfide Betrugsmasche herein. Ein Anrufer gab sich als Polizist aus und warnte vor einer angeblichen Einbrecherbande. Die Seniorin erhielt einen Anruf eines vermeintlichen Polizisten, welcher der Frau mitteilte, dass sie im Fokus einer angeblichen Einbrecherbande stände. Er fragte nach Wertsachen und riet ihr, diese bei einem vermeintlichen Kollegen von ihm in Verwahrung zu geben. Die 84-Jährige übergab dann ihre Goldmünzensammlung im Wert von mehreren zehntausend Euro an einen Unbekannten. In der Region wurden am Donnerstag über 20 ähnliche Anrufe gemeldet.

Bereits am Vortag wurde eine 39-jährige Frau in Weinböhla Opfer eines Onlinebanking-Betrugs. Die 39-Jährige bekam eine E-Mail, die vermeintlich ihre Bank gesandt hatte. Darin war ein Link, unter dem die Frau ihre Daten und Passwörter bekanntgab. Sie bekam wie gewohnt eine Nachricht auf das Handy und gab per TAN die Daten frei. Kurze Zeit später rief ein vermeintlicher Bankmitarbeiter an, der einen betrügerischen Zugriff auf ihr Konto vorspiegelte. Er brachte die Frau dazu weitere Aufträge per TAN freizugeben. Als sie später mit Angehörigen sprach, bemerkte die Frau den Betrug und meldete sich bei der Polizei.

Ein 45-jähriger Seat-Fahrer hat am Donnerstagmittag auf der Dresdner Straße in Reichenberg (Moritzburg) einen schweren Unfall verursacht – und ist geflüchtet. Der Mann geriet zwischen Boxdorf und Moritzburg auf die Gegenfahrbahn und krachte in einen entgegenkommenden VW-Transporter, in dem sich eine 67-jährige Frau und ein 8-jähriger Junge befanden. Beide wurden leicht verletzt, es entstand rund 15.000 Euro Schaden. Trotz eines platten Reifens und deutlicher Unfallschäden fuhr der Mann einfach weiter. Einsatzkräfte konnten ihn jedoch rasch ausfindig machen – sein beschädigter Wagen war schnell gefunden. Ein Atemtest ergab etwa 0,8 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutentnahme an und stellte seinen Führerschein sicher. Der Deutsche muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht verantworten.

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