Asha ist glücklich – endlich kann sie wieder sehen. Nun blickt sie voller Zuversicht in die Zukunft: Sie möchte professionelle Henna-Künstlerin werden. Foto © CBM/BotheAsha ist glücklich – endlich kann sie wieder sehen. Nun blickt sie voller Zuversicht in die Zukunft: Sie möchte professionelle Henna-Künstlerin werden. Foto © CBM/Bothe

Radebeul setzt ein starkes Zeichen der Solidarität: Mit insgesamt 57.926 Euro haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt im vergangenen Jahr die Christoffel-Blindenmission (CBM) unterstützt. Das entspricht durchschnittlich 1,70 Euro pro Einwohner – und damit dem höchsten Pro-Kopf-Spendenaufkommen aller ausgewerteten Städte in Sachsen.

Nach Angaben der CBM entspricht die Spendensumme rechnerisch den Kosten von rund 1.930 Augenoperationen. In den von der Organisation unterstützten Projekten kostet eine Operation gegen Grauen Star durchschnittlich etwa 30 Euro. Der Eingriff dauert häufig nur rund 15 Minuten und kann Menschen ihr Augenlicht zurückgeben.

Wie entscheidend eine solche Behandlung sein kann, zeigt das Beispiel der 23-jährigen Asha aus Sansibar. Sie verlor durch Grauen Star fast vollständig ihr Sehvermögen. Als mögliche Ursache galt ihr zuvor unbehandelter Diabetes. Im CBM-geförderten Mnazi Mmoja Hospital wurde zunächst ihr Blutzucker eingestellt, anschließend ersetzten Ärzte die getrübten Augenlinsen durch künstliche Linsen. Schon am Tag nach der Operation konnte Asha wieder sehen. Heute zeichnet sie erneut Henna-Muster, möchte ihre Ausbildung fortsetzen und zusätzlich das Schneiderhandwerk ihres Großvaters lernen.

Im sächsischen Vergleich folgt Meißen mit einer durchschnittlichen Spende von 1,58 Euro pro Einwohner auf Platz zwei, vor Glauchau mit 1,56 Euro. Ausgewertet wurden Städte ab 20.000 Einwohnern sowie private Zuwendungen aus den jeweiligen Postleitzahlengebieten. Die CBM unterstützt seit fast 120 Jahren Menschen mit Behinderungen in ärmeren Ländern. Im Jahr 2025 förderte die Organisation nach eigenen Angaben 385 Projekte in 35 Ländern.

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