v.l.n.r.: Romy Donath, Leiterin des Carl-Maria-von-Weber Museums; Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch; Christian Schreiber, Leiter Ortskuratorium Dresden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Foto © Jannes Scharschuchv.l.n.r.: Romy Donath, Leiterin des Carl-Maria-von-Weber Museums; Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch; Christian Schreiber, Leiter Ortskuratorium Dresden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Foto © Jannes Scharschuch

Das Carl-Maria-von-Weber-Museum in Dresden-Hosterwitz ist weit mehr als ein altes Haus mit knarrenden Dielen. Es ist ein Ort, an dem Musikgeschichte beinahe greifbar wird. Doch seit Herbst 2024 bleibt die Tür geschlossen. Das historische Gebäude ist so stark beschädigt, dass seine Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Nun gibt es endlich Hoffnung: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt 70.000 Euro für die Sanierung des Dachstuhls bereit.

Am Donnerstag übergab Christian Schreiber vom Ortskuratorium Dresden den Spendenscheck an Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch und Museumsleiterin Dr. Romy Donath. Zusammen mit rund 72.000 Euro aus dem Dresdner Stadthaushalt ist damit der erste wichtige Bauabschnitt finanziert. Die Arbeiten sollen im November 2026 beginnen und im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Für das kleine Museum ist das ein großer Schritt. Das Gebäude wurde bereits 1665 als Winzerhaus errichtet. Carl Maria von Weber nutzte es später als Sommerhaus. Heute erinnert es an den Komponisten, Dirigenten und Wegbereiter der deutschen romantischen Oper. Gerade diese persönliche Nähe macht den Ort besonders: Weber lebte hier, arbeitete hier und fand in der Landschaft rund um Hosterwitz Ruhe und Inspiration.

Die vergangenen Jahre haben dem Haus jedoch zugesetzt. Bei Untersuchungen entdeckten Fachleute erhebliche Schäden am Fachwerk, an den Holzbalkendecken und am Dachstuhl. Auch Brandschutz, Haustechnik und Sicherheitsausstattung entsprechen längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine einfache Reparatur reicht deshalb nicht aus. Mit der Dachsanierung beginnt nun eine umfassende denkmalgerechte Erneuerung. Fachwerk, Decken, Dach und Fassade sollen instand gesetzt, Fenster und Türen aufgearbeitet werden. Gleichzeitig erhält das Museum moderne Technik, besseren Brandschutz und Voraussetzungen für einen barrierefreien Besuch.

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll auch die Ausstellung völlig neu entstehen. Moderne Medien und aktuelle Forschungsergebnisse sollen Carl Maria von Weber künftig lebendig, verständlich und zeitgemäß präsentieren. Die Wiedereröffnung ist derzeit für 2030 vorgesehen. Die gesamte Sanierung kostet nach Angaben der Stadt rund 4,2 Millionen Euro. Die Planung übernimmt das Dresdner Büro Alexander Poetzsch Architekturen. Fördermittel des Bundes wurden bereits bewilligt, dennoch bleibt das Projekt auf weitere Unterstützung angewiesen.

Wer helfen möchte, dieses besondere Stück Dresdner Kulturgeschichte zu bewahren, kann direkt für das Museum spenden.

Informationen unter: https://webermuseum-dresden.de/museum/spenden

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