Die Polizei kann endlich aus dem maroden Standort Birkenstraße 15 ausziehen. Foto © BranczeiszDie Polizei kann endlich aus dem maroden Standort Birkenstraße 15 ausziehen. Foto © Branczeisz

Radebeul. Der Kriminaldienst des Polizeireviers Meißen soll seinen bisherigen Standort an der Birkenstraße 15 im ersten Quartal 2027 verlassen. Das teilte Dirk Reelfs, Pressesprecher des sächsischen Finanzministeriums, auf Anfrage von Radebeul-aktuell mit.

Zuvor übernimmt der Freistaat Sachsen die neuen Mieträume im benachbarten Bürokomplex an der Dresdner Straße zum 1. September 2026 vom Vermieter. Anschließend installiert der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement die für den Polizeibetrieb notwendige Technik. Danach richtet die Polizei ihre eigenen Kommunikations- und IT-Systeme ein.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Arbeiten zügig vorankommen. Beim Polizeirevier Döbeln lagen zwischen dem ursprünglich geplanten Bezug und dem tatsächlichen Umzug mehrere Jahre. Dort verzögerten unter anderem der Einbau der IT, Bauprobleme, Neuvergaben und noch ausstehende technische Arbeiten die Inbetriebnahme. Da in Radebeul nach der Übergabe vor allem die technische Ausstattung eingebaut werden muss, erscheint der avisierte Umzugstermin grundsätzlich realistisch.

Mit dem Auszug der Polizei endet zugleich der Mietvertrag für das inzwischen stark sanierungsbedürftige Dienstgebäude in Radebeul. Der Bau stammt laut aktuellem Immobilienexposé aus dem Jahr 1995 und verfügt über rund 2300 Quadratmeter Fläche. Vermarktet wird die Immobilie durch die Focus Immobilienmakler GmbH.

Eine Nachnutzung zeichnet sich bereits ab. Das Gebäude soll umfassend modernisiert und ab dem vierten Quartal 2027 erneut als Büro-, Praxis-, Forschungs- oder Laborstandort vermietet werden. Laut Exposé lassen sich die Flächen ab etwa 470 Quadratmetern teilen und individuell ausbauen. Nach dem Auszug der Polizei soll der Standort damit nicht dauerhaft leer stehen, sondern als moderner Gewerbekomplex neu genutzt werden.

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