Wenn Kunst auf Rosenbeete, alte Obstbäume und verwunschene Wege trifft, dann ist in Radebeul wieder Zeit für „Kunst geht in Gärten“. Das außergewöhnliche Veranstaltungsformat lädt 2026 bereits zum siebten Mal dazu ein, Kunst dort zu erleben, wo man sie nicht unbedingt erwartet: mitten im Grünen: am 20. und 21. Juni jeweils 13 bis 18 Uhr.
Was 2020 als kreative Idee begann, hat sich längst zu einem festen Höhepunkt im Kulturkalender der Lößnitz entwickelt. In diesem Jahr öffnen insgesamt 32 private und öffentliche Gärten ihre Tore und verwandeln sich für ein Wochenende in lebendige Ausstellungsorte. Besucher können auf Entdeckungsreise gehen und dabei Kunst fernab klassischer Museumsräume erleben. Zwischen Blumenrabatten, Weinreben und historischen Anwesen entstehen Begegnungen, die in dieser Form nur selten möglich sind. Jeder Garten erzählt dabei seine ganz eigene Geschichte. Künstlerische Arbeiten treten in einen spannenden Dialog mit ihrer Umgebung. Mal verschmelzen Skulpturen mit der Natur, mal setzen Fotografien oder Installationen überraschende Akzente. Die besondere Atmosphäre der Gärten eröffnet neue Perspektiven auf Kunst und Landschaft gleichermaßen.
Die Route führt quer durch die Lößnitz – von der Stadtgrenze zu Dresden bis hinauf in die Weinberge Richtung Coswig. Für Stammgäste gibt es dabei ebenso viel Neues zu entdecken wie für Erstbesucher. Erstmals beteiligen sich unter anderem der Garten F4 | ARTenreich, die Gärten Seitz, Tresp, Böhme, Wieczorek und Herzog sowie der Garten an der Sternwarte. Auch die Wiese am Weißen Haus wird erstmals Teil des Programms. Dort präsentiert das junge Künstlerkollektiv „Seven Hells“ seine Arbeiten.
Eine besondere Rolle spielt zudem die Grundschule Kötzschenbroda. Hier zeigen Schülerinnen und Schüler eigene Kunstwerke und beweisen, dass Kreativität keine Altersgrenzen kennt. Ein weiterer Höhepunkt erwartet die Besucher am Sonnabend: Dann öffnet sich der Garten der legendären Villa Kolbe. Das traditionsreiche Anwesen gilt als einer der geheimnisvollsten Orte der Region und befindet sich derzeit in einer spannenden Phase des Aufbruchs. Doch „Kunst geht in Gärten“ ist weit mehr als eine klassische Ausstellung. Viele Künstlerinnen und Künstler sind persönlich vor Ort und kommen mit den Gästen ins Gespräch. Neben Malerei, Zeichnung, Fotografie und Plastik gehören auch Installationen und Performances zum Programm. Wandernde Musiker sorgen zusätzlich für besondere Momente zwischen den einzelnen Stationen.
Ergänzt wird das Angebot durch Lesungen, Kunstaktionen, Mitmachprojekte und Führungen. Dadurch entsteht ein kultureller Spaziergang, bei dem jeder Garten neue Eindrücke bereithält. Gerade diese Mischung aus Natur, Kunst und persönlichen Begegnungen macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus. Dank der Unterstützung des Kulturraums Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kann auch 2026 wieder ein vielfältiges Programm angeboten werden. Der Eintritt zu allen KunstGärten ist frei. Damit bleibt die Veranstaltung offen für alle, die Lust haben, Radebeul einmal aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen – zwischen Blüten, Kunstwerken und inspirierenden Gesprächen.
Beteiligte Gärten und Veranstaltungsorte:
- Stadtgalerie
- Kunsthof Altkötzschenbroda 23
- Café 25
- Garten Grundschule Kötzschenbroda
- Kunsthaus Kötzschenbroda
- Kunstscheune Altnaundorf
- Garten „Jardin sans arrosage“
- Besenwirtschaft Genussbutze
- Garten Familie Schulze
- Garten „An der Sternwarte“
- Garten Rosemarie Junker
- Garten Emmerling
- Garten Familie Alberich
- Garten Familie Miksch
- Garten Seitz
- Garten Langer
- Garten Renate Kern
- Garten Johanna Mittag
- Garten und Weingut JWD
- Garten Wieczorek
- Garten Heidi Göhler
- Sächsisches Weinbaumuseum Hoflößnitz
- Garten Herzog
- Hotel Villa Sorgenfrei
- Villa Olga – Garten Familie Tresp Alberte
- Garten Familie Nagy
- Garten Böhme
- Garten F4 ARTenreich
- Garten Wieland
- Villa Kolbe
- Wiese „Weißes Haus“
- Garten Martina Beyer
Besucher können ihre persönliche Route individuell zusammenstellen und so bekannte Orte neu entdecken oder erstmals einen Blick hinter sonst verschlossene Gartentore werfen. Gerade die Mischung aus privaten Gärten, kulturellen Einrichtungen, Weingütern und historischen Anwesen macht den besonderen Reiz von „Kunst geht in Gärten“ aus. Viele Standorte liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und laden dazu ein, einen ganzen Tag auf kulturelle Entdeckungstour durch die Lößnitz zu gehen.



