Steffen Dittmar, Präsident des Sächsischen Brauerbundes. Foto © BrauerbundSteffen Dittmar, Präsident des Sächsischen Brauerbundes. Foto © Brauerbund

Am 23. April hebt Sachsen die Gläser: Das Reinheitsgebot wird 510 Jahre alt. Seit 1516 steht es für nichts weniger als die Basis des deutschen Bieres – Wasser, Malz, Hopfen, Hefe. Was damals als Vorschrift begann, ist heute ein weltweites Qualitätssiegel und für die Brauer im Freistaat ein echtes Stück Identität. Der „Tag des Bieres“ markiert traditionell auch den Start in die Biergartensaison. Überall wird gefeiert, gezapft und angestoßen. 2026 bekommt das Ganze noch einen Extra-Schub: Am 11. Juni startet die Fußball-WM. Public Viewing, volle Plätze und sächsisches Bier – beste Voraussetzungen für einen starken Sommer.

Doch die Realität ist nicht nur schäumend und leicht. Die Branche kämpft mit steigenden Energiepreisen, wachsender Bürokratie und einem spürbar veränderten Konsumverhalten. Immer weniger wird klassisch Bier getrunken, gleichzeitig steigen die Kosten in fast allen Bereichen. Der Sächsischer Brauerbund macht deutlich: Die Politik müsse dringend verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Präsident Steffen Dittmar fordert klare Entscheidungen statt Stillstand. Dabei ist die Bedeutung der Branche enorm: Rund 50 Millionen Euro Biersteuer nimmt der Freistaat Sachsen jährlich ein. Gleichzeitig stehen die Brauereien für Handwerk, Genuss und regionale Verbundenheit. Trotz aller Herausforderungen bleibt die Haltung klar und bodenständig.

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