Der Stollenanschnitt in Moritzburg ist ein Großereignis - diesmal soll es auch rund ums Fest harmonischer zugehen. Foto © BranczeiszDer Stollenanschnitt in Moritzburg ist ein Großereignis - diesmal soll es auch rund ums Fest harmonischer zugehen. Foto © Branczeisz

Moritzburg. Kilometerlange Staus, überfüllte Parkplätze und wild abgestellte Autos: Der Weihnachtsmarkt 2025 hat Moritzburg an seine Grenzen gebracht. Auf der Schlossallee staute sich der Verkehr zeitweise bis zum Bahnhof. Anwohner beklagten sogar, dass Rettungswege blockiert waren. Damit sich dieses Chaos nicht wiederholt, will Bürgermeisterin Katrin Sontag jetzt gegensteuern.

„Die Kulturlandschaft Moritzburg stellt das Parkkonzept jetzt bald vor“, sagt Sontag. Für die Bürgermeisterin steht trotzdem fest: Es musste etwas passieren. Das hat sie auch dem Schloss deutlich gemacht. Das Problem beginnt schon beim Schloss selbst. Es verfügt über keinen einzigen eigenen Parkplatz. Die öffentlichen Stellflächen werden von der Gemeinde bewirtschaftet, die damit auch einen großen Teil des Besucherverkehrs auffangen muss.

Wie groß die Herausforderung ist, zeigt eine Zahl: Allein am Weihnachtsmarkt-Wochenende werden zur Aschenbrödel-Ausstellung rund 50 Reisebusse erwartet, verteilt auf zwei Tage. Deshalb dürfen die Busse künftig nicht mehr im Ortskern parken. Der Schlossparkplatz wird nach Sontags Plänen am Weihnachtsmarkt-Wochenende für Reisebusse gesperrt. Stattdessen werden sie über die Straße am Markt im Einbahnverkehr ihre Gäste aussteigen lassen. Danach müssen die Busse den Ort wieder verlassen.

Auch am Kutschgeteich-Parkplatz und rund um den Teich sollen keine Reisebusse mehr stehen. Als Ausweichflächen sind der Parkplatz am Bad Sonnenland und die Ringstraße im Gewerbegebiet Boxdorf vorgesehen. Zusätzlich plant die Gemeinde einen Shuttle-Parkplatz direkt vor dem Ortseingang. Doch der zusätzliche Service kostet Geld. Sontag erwartet deshalb eine finanzielle Beteiligung des Schlosses. Beim Landgestüt funktioniere das während der Hengstparaden schließlich ebenfalls.

Gestiegene Preise, Personal und die Einrichtung zusätzlicher Parkflächen machen den Shuttleverkehr inzwischen deutlich teurer. Über andere Einnahmen allein lässt er sich laut Sontag nicht mehr finanzieren. Ihr Ziel ist klar: Moritzburg soll seine Besucher weiterhin willkommen heißen können, ohne dass die Menschen vor Ort erneut im Verkehrschaos stecken. Sontag hofft deshalb schon in diesem Jahr auf eine spürbare Entlastung für die Moritzburger.

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