„Weißes Haus“: Was sich bei Skateranlage, Lärmschutz und Jugendkultur ändern könnte. Foto © Branczeisz„Weißes Haus“: Was sich bei Skateranlage, Lärmschutz und Jugendkultur ändern könnte. Foto © Branczeisz

Radebeul. Jugendkultur und ruhige Nachbarschaft – geht beides? In Radebeul soll genau das künftig besser funktionieren. Der Stadtrat hat am Mittwoch (28. Oktober) einstimmig beschlossen, einen neuen Bebauungsplan für das „Weiße Haus“ an der Kötzschenbrodaer Straße aufzustellen. Damit kommt Bewegung in den seit Langem schwelenden Lärmstreit. Besonders spannend: Auch für die Skateranlage könnte sich etwas ändern. Der Stadtrat hat den Planbereich zusätzlich nach Norden erweitert. So entsteht die Möglichkeit, die Anlage hinter das Gebäude zu verlegen und damit die umliegenden Wohnhäuser vom Lärm zu entlasten. Ob die Verlagerung tatsächlich kommt, ist noch offen.

Das „Weiße Haus“ ist seit 2005 ein wichtiger Treffpunkt für junge Menschen. Betrieben wird es von der JuCo Soziale Arbeit und dem Verein Noteingang Radebeul. Doch Musik, Veranstaltungen und die Skateranlage sorgen immer wieder für Beschwerden aus der Nachbarschaft. Der neue Bebauungsplan Nr. 116 soll deshalb zwei Dinge miteinander verbinden: den Jugendstandort langfristig sichern und gleichzeitig die Interessen der Anwohner berücksichtigen.

Entscheidend wird jetzt das Lärmschutzgutachten, das Ende November erwartet wird. Zuvor musste das Nutzungskonzept überarbeitet werden, denn welche Angebote stattfinden und wie intensiv die Flächen genutzt werden, beeinflusst auch die zu erwartenden Schallpegel. Zeitnah soll eine Lärmschutzwand entstehen.

Mit dem einstimmigen Beschluss ist der Konflikt zwar noch nicht gelöst. Aber die Grundlage ist geschaffen, damit das „Weiße Haus“ ein lebendiger Treffpunkt bleiben kann, ohne dass die Nachbarschaft dauerhaft darunter leidet.

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