Mehrere Hackfleischbällchen waren mit Reißzwecken präpariert. Symbolfoto © ArchivMehrere Hackfleischbällchen waren mit Reißzwecken präpariert. Symbolfoto: © pixabay

Auf den Elbwiesen am Stadtpark Riesa lauert eine schwer erkennbare Gefahr für Hunde: Unbekannte haben dort Hackfleischbällchen ausgelegt, die mit Reißzwecken präpariert waren. Mindestens drei Tiere fraßen die Köder am Samstag, 11. Juli. Festgestellt wurden die Fälle gegen 10 Uhr. Bei einem Hund konnten die Besitzer eine Reißzwecke noch aus dem Maul entfernen. Ein zweites Tier wurde geröntgt – dabei entdeckten Tierärzte zwei Reißzwecken im Magen. Ein weiterer Hund brachte mehrere der spitzen Metallteile selbst wieder heraus. Zum aktuellen Gesundheitszustand der Tiere machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Die Ermittler prüfen unter anderem einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Für Hundehalter bedeutet der Fund: Auf den Elbwiesen und rund um den Stadtpark ist besondere Vorsicht nötig. Tiere sollten vorerst eng geführt und nicht unbeobachtet im Gras schnüffeln gelassen werden. Verdächtige Fleischstücke dürfen nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Sinnvoll ist es, den Fundort zu fotografieren, Abstand zu halten und die Polizei zu informieren.

Hat ein Hund möglicherweise einen solchen Köder gefressen, zählt jede Minute. Das Verschlucken von Fremdkörpern gilt als tiermedizinischer Notfall. Betroffene Tiere sollten sofort in einer Tierarztpraxis oder Tierklinik vorgestellt werden – auch dann, wenn sie zunächst keine Beschwerden zeigen. Besonders wichtig: Den Hund nicht selbst zum Erbrechen bringen. Bei scharfkantigen Gegenständen könnten Speiseröhre und Rachen zusätzlich verletzt werden. Auch Hausmittel wie Milch oder Öl sind ungeeignet. Reste des Köders, Erbrochenes oder Kot können vorsichtig gesichert und zur Untersuchung mitgenommen werden. Die Praxis sollte möglichst bereits während der Fahrt telefonisch informiert werden.

Langfristig können Anti-Giftköder-Training und ein gut sitzender Fressschutz das Risiko senken. Absolute Sicherheit bieten sie jedoch nicht. Entscheidend bleiben Aufmerksamkeit, kurze Wege zum Hund und das konsequente Melden verdächtiger Funde.

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