Training zur Lageerkundung mit der Drohne in der Gohrischheide im Landkreis Meißen Training zur Lageerkundung mit der Drohne in der Gohrischheide im Landkreis Meißen. Foto © Landratsamt MeißenTraining zur Lageerkundung mit der Drohne in der Gohrischheide im Landkreis Meißen. Foto © Landratsamt Meißen

Die Waldbrandgefahr steigt mit den ersten heißen Tagen im Juni spürbar an – und genau darauf bereiten sich Feuerwehren in Sachsen jetzt intensiv vor. Mitte Mai fand im Landkreis Meißen ein groß angelegter Workshop zur Lageerkundung bei Wald- und Vegetationsbränden statt. Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Sachsen und der Interessengemeinschaft Drohne Sachsen trainierten Einsatzkräfte aus zehn Landkreisen und kreisfreien Städten den Ernstfall.

Im Fokus standen moderne Methoden der Lageerkundung aus der Luft und am Boden. Ziel war es, landesweit einheitliche Drohnen- und ATV-Einheiten aufzubauen, die bei großflächigen Waldbränden schneller und gezielter eingesetzt werden können. In mehreren Workshops entwickelten die Teilnehmer standardisierte Abläufe, um Einsatzorte künftig effizienter zu analysieren und Einsatzkräfte besser zu koordinieren.

Der praktische Teil führte die Feuerwehrleute direkt in die Gohrischheide – an reale Einsatzorte des Waldbrandes 2025. Dort wurden Zufahrtswege für Löschfahrzeuge, Wasserentnahmestellen und Gefahrenlagen aus der Luft sowie am Boden erkundet. Zusätzlich simulierten die Einsatzkräfte einen schweren Verkehrsunfall infolge dichter Rauchentwicklung.

Besonders mit Blick auf den trockenen Juni und die zunehmende Waldbrandgefahr gelten solche Übungen als entscheidender Baustein für kommende Einsätze. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen bereits in die nächste Großfortbildung am 19. und 20. Juni 2026 ein. Dann trainieren Führungskräfte aus ganz Sachsen erneut in der Gohrischheide die Einsatzleitung bei Vegetations- und Waldbränden – unterstützt von mobilen Befehlsstellen, Drohnenstaffeln und Bodenerkundungsteams.

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