Center-Manager Gordon Knabe, Telelotto-Otto und Torsten Meisel. Foto © meecoCenter-Manager Gordon Knabe, Telelotto-Otto und Torsten Meisel. Foto © meeco

Zwischen Einkaufsbummel und Kaffeepause kann es im ELBEPARK DRESDEN plötzlich passieren, dass dich ein kleiner Vogel anzwinkert. Kein echter – sondern einer, der früher mal Werbung gemacht hat. Mit der Ausstellung „DDR Werbefiguren Welt“ holt Sammler Torsten Meisel seine über Jahrzehnte gewachsene Privatsammlung erstmals ins Rampenlicht. Und die hat es in sich: Mehr als 900 Figuren zählt der Bestand mittlerweile – damit gilt sie als größte Sammlung von DDR-Werbefiguren weltweit.

Angefangen hat alles ganz unscheinbar. Ein Minol-Pirol, irgendwann in der Jugend sorgsam aufgehoben, wurde zum Startpunkt einer Leidenschaft, die sich mit den Jahren zu einer regelrechten Jagd entwickelte. Flohmärkte, Online-Plattformen, Sammlerkreise – nichts wurde ausgelassen. Heute reicht das Spektrum von bekannten Klassikern bis hin zu echten Raritäten. Einige Stücke sind bis zu 80 Jahre alt.

Zur Ausstellung werden rund 250 ausgewählte Figuren gezeigt. Darunter echte Publikumslieblinge wie das Leipziger Messemännchen, der Minol-Pirol oder Telelotto-Otto. Aber auch besondere Einzelstücke sind dabei – etwa die Fewa-Johanna aus den 1930er Jahren oder historische Figuren aus der frühen Werbegeschichte.

Für Center-Manager Gordon Knabe passt das perfekt ins Konzept. Der ELBEPARK soll mehr sein als nur ein Ort zum Einkaufen – sondern auch Raum für Erlebnisse bieten. Und tatsächlich: Die Figuren sind mehr als nur nostalgische Hingucker. Sie erzählen von einer Zeit, in der Werbung anders funktionierte – direkter, verspielter und oft überraschend kreativ. Gleichzeitig geben sie Einblicke in Alltagskultur, Design und Markenkommunikation der DDR. Ein besonderes Extra gibt es obendrauf: Passend zum Jubiläum „100 Jahre Lufthansa“ werden originale Werbe-Postkarten aus DDR-Zeiten gezeigt. Zwischen 1955 und 1963 entstanden, mit liebevoll handgezeichneten Kartenmotiven – heute echte Sammlerstücke.

Wer mehr wissen will, kann den Sammler sogar persönlich treffen. Torsten Meisel ist während der Ausstellung regelmäßig von 14 bis 16 Uhr vor Ort und kommt gern ins Gespräch. Und vielleicht bringt ja jemand noch einen vergessenen Schatz vom Dachboden mit – die Sammlung soll nämlich weiter wachsen.

Die Ausstellung läuft vom 23. April bis 2. Mai 2026 täglich im ELBEPARK DRESDEN. Die Eröffnung findet am 23. April um 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Barrierefreiheit