Die Erweiterung des Museums wurde schon von Klara May geplant wie Robin Leipold zur Grundsteinlegung zeigen konnte.Eine Erweiterung des Museums wurde schon von Klara May geplant wie Robin Leipold zur Grundsteinlegung zeigen konnte. Foto © Branczeisz

Am Mittwochabend haben die Radebeuler Stadträte den neuen Entwurf für den „Vorplatz Karl-May-Museum“ beschlossen. Zuletzt hatten sie das Thema in den Stadtentwicklungsausschuss zurückverwiesen. „Zu wenig Grün, zu viel Grau, keine Wasserspiele, kein Trinkbrunnen“, hatten sie moniert. Der Ausschuss gab das dem Landschaftsarchitekten Rehwaldt weiter, und der hat einen nachgebesserten Entwurf vorgelegt: mehr Grün, genau sechs Bäume, einen Trinkbrunnen, Wasserspiele – ein Steinbecken mit Fontänen und Bodenlöcher, aus denen abwechselnd Wasser in die Höhe steigt, ähnlich wie im Dichterviertel südlich vom Nettomarkt. Dazu kommen Lichteffekte per LED-Band, ähnlich wie am Bismarckturm.

„Eine mutige Entscheidung“, nennt Oberbürgermeister Bert Wendsche den Beschluss. Gerade weil der Ergänzungsbau am Karl-May-Museum anfangs im Stadtrat durchaus umstritten war. Jetzt soll er zu einem echten Hingucker werden, und das kostet natürlich mehr als die ursprünglich geplanten 300.000 Euro. 185.000 Euro mehr. Auch die jährliche Unterhaltung steigt von geplanten 5.000 Euro auf nun berechnete 7.500 Euro. Das ist der Preis für ein Bekenntnis zu einem schöneren Ort.

Das Geld soll übrigens aus den bereits eingeplanten Geldern fürs Bootshaus kommen. Egal wie, im nächsten Haushalt müsste das Geld wieder aufgebracht werden. Das ist in Zeiten wankender Haushalte wie auch immer „eine mutige Entscheidung“.

Bleibt zu hoffen, dass Künstler und Entscheider dem beim Skulpturen-Wettbewerb genauso Rechnung tragen, etwas Schönes zu schaffen. Die Ideen für die Skulptur sollen bewusst erst nach der ersten Grün-Saison sprudeln – damit sich das Umfeld bereits entwickeln und die Vorstellungen beflügeln können. Wand und Skulptur bleiben also im Entwurf „Platzhalter“. Ob es eine Winnetou-Skulptur nach Sascha Schneider wird, wie es das Karl-May-Museum vorgeschlagen hat, oder doch etwas ganz anderes – das bleibt offen.

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