„Terror“ an den Landesbühnen Sachsen: Ein Gerichtsdrama über Schuld, Moral und staatliche Verantwortung. Foto © René Jungnickel„Terror“ an den Landesbühnen Sachsen: Ein Gerichtsdrama über Schuld, Moral und staatliche Verantwortung. Foto © René Jungnickel

Was wäre, wenn wir über Leben und Tod entscheiden müssten? Mit Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama „Terror“ bringen die Landesbühnen Sachsen ein packendes Stück auf die Bühne – und es hat es in sich. Die Premiere am 17. Januar überzeugte nicht nur mit einem brisanten Thema, sondern vor allem mit einer dichten, fesselnden Inszenierung.

Der Fall: Ein Kampfpilot der Luftwaffe schießt ein entführtes Flugzeug ab, das auf ein volles Stadion zusteuert – und wird anschließend wegen Mordes angeklagt. Das Publikum selbst entscheidet über seine Schuld. Kein leichter Stoff, aber eindrucksvoll aufbereitet: Mit klaren Rollen, einer konsequent ruhigen Inszenierung von Jan Meyer und einer Bühne, die sachlich bleibt, aber emotional wirkt.

Besonders stark: Das Ensemble. Allen voran Oliver Natterer als Angeklagter, der mit nuanciertem Spiel zwischen Pflichtgefühl und innerer Zerrissenheit pendelt. Die Spannung hielt über die gesamte Spieldauer, und das Urteil am Ende entlässt niemanden kalt.

Fazit: Eine gelungene Umsetzung eines hochaktuellen Stücks – moralisch fordernd, klug gespielt und nachhaltig nachwirkend.

Von SiteAdmin

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