Die Sternwarte hat eine neue Full-Dome-Projektion – und die kann sich wirklich sehen lassen. Fünf High-End-Videoprojektoren zaubern gestochen scharfe 4K-Bilder an die Kuppel. Kostenpunkt: 100.000 Euro. Für Leiter Ulf Peschel ist das ein echter Quantensprung: „Das ist wie vom alten Röhrenfernseher auf einen schicken Flatscreen umzusteigen.“ Die Auflösung ist nun doppelt so hoch wie bisher, Farben leuchten intensiver, die Kontraste sind knackiger, die Details beeindruckend fein – ein echter Wow-Effekt für Besucher.
Die alte 2K-Anlage hatte Peschel sogar selbst gebaut. Jetzt geht’s in eine neue Dimension. Die Technik wird aktuell noch millimetergenau ausgerichtet, Blenden werden angepasst – am 9. Mai folgt die feierliche Einweihung, pünktlich zum Internationalen Planetariumstag.
Doch nicht nur bei der Technik tut sich was. Auch personell bekommt die Sternwarte Verstärkung: Bianca Anke (36) ist neu im Team – und bringt einiges mit. Sie ist ausgebildete Physiklaborantin, ein Beruf, den in Deutschland nur wenige lernen. Gerade mal vier Ausbildungsstätten gibt es bundesweit, ihre Klasse zählte damals elf Personen. Nach Stationen in der Solarforschung, einem längeren Auslandsaufenthalten und der Raumfahrtfirma Morpheus Space – einem Dresdner Start-up für Satellitenantriebe – ist sie nun zurück in Radebeul. Die Sternwarte kennt sie schon: Als Honorarkraft war sie früher schon mal da – und fand’s so schön, dass sie jetzt ganz bleibt.
Anke wird nicht nur bei den jährlich rund 500 Veranstaltungen mithelfen, sondern auch neue Bildungsformate entwickeln. Insgesamt wächst das Personal auf 2,6 Stellen – und damit kann die Sternwarte auch neue Ideen besser umsetzen.
Schon jetzt stehen zwei Events auf dem Himmelskalender: Am 28. März findet der deutschlandweite Astronomietag statt – ab 15 Uhr gibt’s ein durchgehendes Programm, abends folgt ein Vortrag zu den Jupitermonden. Und am 12. August erwartet uns eine Sonnenfinsternis. Auf Mallorca wird’s eine totale Finsternis, hier bei uns immerhin 88 Prozent.
Tipp: Jetzt schon eine Sonnenfinsternisbrille sichern – eh die Preise wieder ins Astronomische steigen. Der Astro-Club hat schon mal 500 Stück besorgt.



