Silvia Klöde in der Hoflößnitz mit ihrer Figurengruppe "Das Urteil des Paris". Foto © BranczeiszSilvia Klöde in der Hoflößnitz mit ihrer Figurengruppe "Das Urteil des Paris". Foto © Branczeisz

Radebeul. Die Frau als Persönlichkeit hat Silvia Klöde ein Künstlerleben lang begleitet. Eigenmächtig und eigensinnig schauen ihre Porzellanfiguren – feinsinnig, auch keck, aber immer zeitlos damenhaft. Für die Niederauerin ist das ein Statement ihres eigenen Schaffens, das sich auch in der neuen Kabinettausstellung in der Hoflößnitz Radebeul widerspiegelt. „Die Dame mit Hut“ von 1991 ist eine der ältesten Arbeiten und greift ihr Wende-Gefühl zum Thema Frau auf.

38 Jahre war Silvia Klöde in der Porzellanmanufaktur Meißen tätig. An sich nicht ungewöhnlich. Dass sie 1983 als erste Frau als Bossiererin beginnen wollte, dagegen schon. Denn große Figuren aus roh vorgeformten Porzellanteilen zu einer plastischen Gesamtfigur zusammenzusetzen und diese detailreich auszuarbeiten, war zur damaligen Zeit eher Männersache. 2,34 Meter hoch war ihre Diplomfigur – nach vier Jahren Lehre hatte sie noch einmal an der Akademie der Bildenden Künste studiert.

Ihr Medaillenentwurf zum XXVII. FIDEM-Kongress wurde auf Anhieb Sieger. Sie verewigte die Gebrüder Grimm auf der D-Mark, ihre Arbeiten sind in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, im British Museum London und in den Staatlichen Museen zu Berlin zu bewundern. Sie ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Weißer Elefant“ in Meißen und holte bei der Porzellan-Show in Bern in der Schweiz 2013 und 2014 jeweils den ersten Preis.

Silvia Klöde hat vieles kreiert. Doch es sind immer wieder ihre Frauenfiguren, zu denen sie zurückfindet. „Das Urteil des Paris“ ist eine der interessanten Figurengruppen, die sofort alle Blicke auf sich zieht.

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, hat dazu bereits am Sonntag Gelegenheit. Am 2. August um 16 Uhr eröffnet die Künstlerin in der Hoflößnitz ihre Schau „Verweile doch …“. Es spricht Dr. Christian Lechelt, Museumsleiter von Schloss Fürstenberg an der Weser. Für Musik sorgt Bernd Pákos mit Gitarre und Gesang.

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