Workshop mit Joylyn Secunda. Foto © David CooperWorkshop mit Joylyn Secunda. Foto © David Cooper

Dresden. Ein Blick, eine Geste, ein Schritt – und plötzlich entsteht eine ganze Geschichte. Vom 11. bis 15. November 2026 wird das Theaterhaus Rudi in Dresden zur Bühne für das 41. Internationale PantomimeTheaterFestival. Künstler aus sieben Ländern zeigen an fünf Abenden und in einer Familienvorstellung, wie viel Witz, Gefühl und Fantasie ohne gesprochene Worte möglich ist.

Fünf Tage voller Geschichten und Überraschungen

Zur Eröffnungsgala am 11. November serviert die Trainingsgruppe des Mimenstudio Dresden mit „Es ist angerichtet“ Szenen aus der Gastronomie, erarbeitet mit Tim Schreiber. Silent Rocco, das französische DIRTZ Theatre und Workshop-Teilnehmende geben weitere Kostproben. Am 12. November erzählt DIRTZ in „Short Stories“ mit Tanz, Puppen und Pantomime von Veränderung und Nähe. Am 13. November erschafft das tschechische Divadlo Continuo mit „Sensus Communis“ eine rätselhafte Welt aus Klängen und Gegenständen.

Am 14. November bringt Paolo Nani aus Dänemark seinen Clownerie-Klassiker „The Letter“ auf die Bühne: eine Geschichte in 15 Varianten, von Western bis Horror. Seit 1992 wurde das Stück mehr als 1.600-mal in über 40 Ländern gespielt. Für Familien folgt am 15. November um 11 Uhr „Jekyll on Ice“: ein chaotischer Eisverkäufer, viel Slapstick und eine Eiscreme-Party zum Mitmachen, empfohlen ab fünf Jahren. Zum Abschluss um 18 Uhr zeigen Silent Rocco aus Österreich („Untold Stories“) und die Kanadierin Joylyn Secunda, was Körper und Bewegung erzählen können.

Selbst ausprobieren? Unbedingt!

Bereits am 7. und 8. November, jeweils 10 bis 15 Uhr, geben Denise Namura aus Brasilien und Michael Bugdahn aus Deutschland von der Pariser Compagnie À Fleur de Peau im Projekttheater den Workshop „Jenseits der Wörter“. Eine zweistündige Masterclass mit Joylyn Secunda folgt am 14. November (20 Euro, ermäßigt 10 Euro). Im Theaterhaus Rudi ergänzt die Ausstellung „Die europäische Geschichte der Pantomime“ das Programm.

Tickets, Preise und Kontakte

Abendvorstellungen kosten im Vorverkauf 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, zuzüglich Gebühren. Das Festivalticket kostet 60 Euro. Für Kinderprogramm und Wochenend-Workshop gelten eigene Preise. Karten gibt es über saxticket.de, Reservix und angeschlossene Vorverkaufsstellen. Workshop-Anmeldung: info@mimedresden.de. Programm: www.mimedresden.de.

Hinter dem Festival steht der ehrenamtliche Mimenstudio Dresden e. V. Wer regelmäßig üben möchte, kann dienstags von 19 bis 20.30 Uhr bei Tim Schreiber im Atelier „Schreiber & Post“, Alaunstraße 17, reinschnuppern. 1982 von Ralf Herzog und Rainer Petrovski mitbegründet, wird das Festival heute von Vereinschef Michael Meinel organisiert. Unterstützung kommt von der Kulturstiftung Sachsen, der Stadt Dresden, der Ostsächsischen Sparkasse, dem Stadtbezirksamt Pieschen und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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