Dresden. Was auf Straßen unterwegs ist, hat mit klassischem Radverkehr manchmal wenig zu tun. Da ist der Fall eines 50-Jährigen in Dresden. Auf der St. Petersburger Straße stoppten Beamte ein vermeintliches E-Bike, das sich schnell als illegal umgebautes Kraftrad entpuppte. Ein Gasgriff ermöglichte Geschwindigkeiten von locker über 30 km/h – ganz ohne Pedalunterstützung. Damit war das Fahrzeug versicherungspflichtig und führerscheinrelevant. Beides fehlte. Die Polizei stellte das Bike sicher und leitete Ermittlungen ein. Nur wenige Stunden später zeigte sich ein weiteres Problem: Alkohol. Ein 45-jähriger Radfahrer schlängelte sich mit rund 2,6 Promille über die Grunaer Straße – hochgradig gefährlich für sich und andere. Kurz darauf wurde ein 21-jähriger E-Scooter-Fahrer auf der Wigardstraße mit über 1,1 Promille gestoppt. Für beide endete die Fahrt mit Blutentnahme und Strafverfahren.
Die Fälle zeigen deutlich: Ob manipuliertes E-Bike, E-Scooter oder klassisches Fahrrad – Verstöße im Zweiradverkehr nehmen zu. Technik, Alkohol und Drogen verwandeln vermeintlich harmlose Fahrzeuge immer häufiger in ernsthafte Risiken im Straßenverkehr.



