In der jüngsten Diskussion um das Jugendzentrum „Weißes Haus“ haben Stadtverwaltung und Betreiber nun gemeinsam eine tragfähige Lösung gefunden. Ziel war es, das gute Miteinander aller Beteiligten zu erhalten – insbesondere durch Rücksicht auf das berechtigte Ruhebedürfnis der Anwohnerinnen und Anwohner.
Das „Weiße Haus“ bleibt ein unverzichtbarer Ort für junge Menschen in Radebeul. Die Stadtverwaltung steht als Trägerin klar hinter der Einrichtung. In der aktuellen Situation – es ging um konkrete nächtliche Lärmbelästigungen – handelte die Verwaltung in ihrer Funktion als Ortspolizeibehörde. Dabei musste sie gesetzliche Vorgaben umsetzen und die Interessen von Jugend und Nachbarschaft ausgewogen berücksichtigen.
Ein harmonisches Miteinander von Wohnen und lebendigem Jugendtreff erfordert Kompromisse. Die wiederholten nächtlichen Lärmereignisse der letzten Zeit haben jedoch das zumutbare Maß überschritten und die Nachbarschaft deutlich belastet.
Nun wurde in einem konstruktiven Dialog zwischen der JuCo Coswig und der Stadtverwaltung eine pragmatische Übergangslösung gefunden: Bis zum 30. April 2026 – oder längstens bis zur Errichtung einer geplanten Lärmschutzwand – wird es nach 22 Uhr keine neuen Untervermietungen der Räumlichkeiten an externe Dritte mehr geben. So sollen zusätzliche Lärmquellen in der sensiblen Nachtzeit vermieden werden.
Bereits vereinbarte Termine bleiben bestehen, werden aber künftig durch die JuCo Coswig noch intensiver begleitet, um Lärmbelästigungen zu verhindern.
Alle Beteiligten sehen in der Regelung einen wichtigen Schritt, um den Frieden im Viertel zu wahren und das Jugendzentrum als lebendigen, zugleich rücksichtsvollen Ort zu erhalten.
Die Stadt bedankt sich bei allen Beteiligten für Gesprächsbereitschaft und Verständnis.



