Wer in Moritzburg unterwegs ist, kennt das Bild: Spaziergänger am Teich, Radfahrer im zügigen Tempo, dazwischen Touristen – und mittendrin die Kutschen. Was idyllisch klingt, ist in der Praxis ein täglicher Drahtseilakt für Mensch, Tier und Fahrzeug. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache: Rund um das Fasanenschlösschen soll ein neues Wegekonzept für Kutschen entwickelt werden – mit einem klaren Ziel: weniger Stress, mehr Ordnung und Sicherheit. Es ging nie darum, die Kutschen vor dem Moritzburger Schloss zu verbannen.
Die Idee? „Park+Reit“ statt „Park+Ride“ am Kutschke-Parkplatz
Das Gelände rund um die Fasanerie wird neu gedacht – mit einem eigens geplanten Kutschen-Parkplatz und einer klaren Routenführung, abseits der Fasanenstraße. Kutschen sollen künftig vom Schlossparkplatz über den Rabenhügel zum Kutschke-Teich fahren, vorbei am Wildgehege, zurück zum Schlösschen. Diese Schleife entlastet die zentralen Wege und bringt Ordnung in das Verkehrsdurcheinander.
Das Konzept ist kein Schnellschuss. Schon 2014 begann die Diskussion, angestoßen durch die Pläne zur Umgestaltung des Schlossumfelds. Es sollte wieder flanierbar werden, historisch wie früher – mit freien Sichtachsen, gepflegten Wegen und weniger Verkehr.



