Die meisten Schwimmer würden gern mit Neopren starten. Foto @ Sven KörnerDie meisten Schwimmer würden gern mit Neopren starten. Foto @ Sven Körner

Die Triathleten hoffen am Wochenende zum Moritzburger Schloss-Triathlon auf etwas kühleres Wetter. Nicht etwa zum Laufen oder Radfahren, sondern zum Schwimmen. Der Grund: Sinkt die Wassertemperatur dürfen die Athletinnen und Athleten ihre Neopren-Anzüge tragen. Die sorgen für zusätzlichen Auftrieb im Wasser und versprechen damit oft auch etwas schnellere Zeiten. Wann, wer und über welche Distanzen mit Neopren gestartet werden darf, ist allerdings exakt geregelt.

Während die Sportler auf die passende Wassertemperatur blicken, befindet sich das Team um Cheforganisator Jens Kafka und Pressesprecherin Isabel Eger im aufregenden Endspurt der Vorbereitungen. Rund 30 Personen bilden den festen Kern des Organisationsteams. Hinzu kommen etwa 100 Helfer aus dem Verein sowie zahlreiche Unterstützer aus anderen Vereinen. Verpflegungsbeutel werden gepackt, Strecken vorbereitet und die letzten Details abgestimmt.

An den Verpflegungsstationen entlang der Strecken wartet auf die Teilnehmer alles, was für die sportliche Herausforderung benötigt wird: Obst, Wasser, Cola, ultraSPORTS-Isogetränke und Energie-Gels. Dazu kommt die Motivation durch die vielen Helfer und Zuschauer entlang der Strecke. Insgesamt werden rund 1.800 Starter in Moritzburg erwartet. Die Nachfrage war sogar noch größer, doch die Veranstaltung soll bewusst nicht weiter wachsen. Die Teilnehmer reisen aus der Region, aus ganz Deutschland sowie aus der Schweiz, Italien und Tschechien an. Dass sich der Wettkampf inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat, überrascht die Organisatoren nicht. Schließlich bietet Moritzburg mit seinem Schloss, den weitläufigen Wäldern, den Teichen und den umliegenden Gemeinden eine Kulisse, die ihresgleichen sucht.

Davon profitiert auch die gesamte Region. Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte und Freizeiteinrichtungen verzeichnen rund um das Veranstaltungswochenende regelmäßig steigende Übernachtungszahlen. Vom Bad Sonnenland über den Hochseilgarten bis hin zu zahlreichen Gastgebern in der Umgebung werden die Kapazitäten stark nachgefragt. Teilweise reichen die Gästeanfragen inzwischen bis nach Bautzen.

Besonders macht den Moritzburger Schloss-Triathlon auch sein breites Angebot an Wettkampfformaten. Nur wenige Veranstaltungen bieten sämtliche Distanzen an. Auf dem Programm stehen die Jedermann-Distanz, die Olympische Distanz, die Halb-Distanz, der Barock-Man sowie das Duett, bei dem sich zwei Sportler die Disziplinen teilen und abwechselnd antreten. Eine Tradition gehört dabei seit Jahren fest zum Schloss-Triathlon: Cheforganisator Jens Kafka begrüßt jeden einzelnen Finisher persönlich mit einem Handschlag im Ziel. Unabhängig von Platzierung oder Zeit erhält jeder Teilnehmer die gleiche Wertschätzung für seine Leistung.

Auch in diesem Jahr gibt es einige Neuerungen. So wird erstmals ein Brillentisch am Schwimmausstieg eingerichtet. Gerade Einzelstarter stehen nach dem Schwimmen oft vor der Frage, wohin sie ihre Brille während des Wechsels legen sollen. Zusätzlich werden Hygieneartikel für Frauen bereitgestellt. Es sind solche scheinbar kleinen Verbesserungen, die von den Teilnehmern besonders geschätzt werden und zeigen, mit welcher Liebe zum Detail die Veranstaltung organisiert wird.

Wenn am Wochenende der Startschuss fällt, erwartet die Athleten damit nicht nur ein anspruchsvoller Wettkampf, sondern erneut ein Triathlon-Erlebnis, das sportliche Herausforderungen, familiäre Atmosphäre und die einzigartige Landschaft rund um Moritzburg miteinander verbindet.

Barrierefreiheit