Durfte das Shuttle als einer der ersten testen: Bürgermeister Sebastian Schöne mit Martin Billiet, Lead Engineer - ADAS Sensor Validation, der den Versuch in Meißen für die Firma Bertrand betreut. Foto © MeißenDurfte das Shuttle als einer der ersten testen: Bürgermeister Sebastian Schöne mit Martin Billiet, Lead Engineer - ADAS Sensor Validation, der den Versuch in Meißen für die Firma Bertrand betreut. Foto © Meißen

Meißen. Ein kleines Fahrzeug im Bienen-Look, keine klassische Buslinie und ziemlich viel Zukunft: Ab Oktober 2026 wird in Meißen das autonome Shuttle BumbleB erstmals im Stadtverkehr getestet. Noch geht es nicht darum, Fahrgäste regelmäßig von Haltestelle zu Haltestelle zu bringen. Der Versuch soll vor allem zeigen, wie autonome Mobilität unter echten Bedingungen funktionieren kann – und wo noch nachgebessert werden muss.

Einen ersten Vorgeschmack gab es beim Mobilitätstag auf dem Gelände der Verkehrsgesellschaft Meißen. Dort konnten Besucher BumbleB bei Demonstrationsfahrten erleben. Gleichzeitig diskutierten Fachleute der Bertrandt Group, der VGM, der City Outlet Pirna GmbH, der TU Dresden, des Smart Mobility Lab Hoyerswerda und von Volkswagen Sachsen über Chancen, Grenzen und die nächsten Schritte beim autonomen Fahren.

Für Meißen ist das Projekt mehr als ein Technikexperiment. Bürgermeister Sebastian Schöne sieht autonome Shuttles vor allem dort als mögliche Ergänzung zum ÖPNV, wo klassische Angebote wirtschaftlich nur schwer aufrechtzuerhalten sind. Als Beispiel nennt die Stadt die Verbindung von Proschwitz, Rottewitz und Winkwitz nach Meißen. Auch für die Innenstadt gibt es Ideen: Perspektivisch könnte ein autonomes Shuttle den Bahnhof mit dem Zentrum verbinden – etwa zur 1.100-Jahr-Feier Meißens im Jahr 2029. Ziel sei es, ländliche Gebiete besser an den Nahverkehr anzubinden und gleichzeitig früh Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln.

Ein wichtiger Schritt ist bereits geschafft: Die Erprobungsgenehmigung für BumbleB in Meißen liegt vor. Beim Mobilitätstag wurden deshalb auch Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Ordnungsamt über den Versuch informiert. Ab Oktober soll das kompakte Fahrzeug dann auf Meißens Straßen Erfahrungen sammeln. Einen festen Fahrplan oder reguläre Haltestellen gibt es zunächst nicht. Interessierte können sich aber für eine Mitfahrt anmelden – telefonisch unter 03521 467-454 oder per Mail an wirtschaftsfoerderung@stadt-meissen.de

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