Die Brandübungsanlage auf dem Gelände des Zentrums für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Meißen. Foto © LandratsamtDie Brandübungsanlage auf dem Gelände des Zentrums für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Meißen. Foto © Landratsamt

Glaubitz. Vom 17. bis 22. August wurde es im Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Meißen in Glaubitz besonders heiß. Insgesamt 186 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Meißen sowie der Werkfeuerwehr der Wacker Chemie AG nutzten die mobile Brandübungsanlage für ein intensives Training unter möglichst realistischen Bedingungen. Auch zehn Einsatzkräfte aus der Gemeinde Reinsberg im Landkreis Mittelsachsen reisten dafür nach Glaubitz.

In diesem Jahr kam erstmals ein Brandübungscontainer der Blaul & Seifert GmbH zum Einsatz. Auf rund 42 Quadratmetern ließ sich darin ein Wohnungsbrand realitätsnah nachstellen. Für die Feuerwehrleute bedeutete das: volle Konzentration, hohe Temperaturen und Situationen, die im echten Einsatz innerhalb weniger Sekunden richtig eingeschätzt werden müssen.

Im Mittelpunkt standen das taktisch sichere Vorgehen im Brandraum, der gezielte Umgang mit dem Strahlrohr und die systematische Suche nach vermissten Personen. Simuliert wurden unter anderem eine Rauchgasdurchzündung, ein Fettbrand in einer Küche sowie brennende Möbel. Gerade diese Mischung macht das Training so wertvoll, denn jeder Brand entwickelt seine eigene Dynamik und stellt Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen.

Kreisbrandmeister Thomas Fischer betont deshalb die Bedeutung solcher Übungen für junge wie erfahrene Feuerwehrleute. Neue Atemschutzträger können sich kontrolliert an Hitze und extreme Bedingungen gewöhnen, während erfahrene Einsatzkräfte Abläufe festigen und ihre Routine überprüfen. Ziel ist es, dass im Ernstfall möglichst jeder Handgriff sitzt und niemand von einer ungewohnten Situation überrascht wird.

Für den Landkreis Meißen war es bereits das 17. Mal, dass ein Brandübungscontainer für die Ausbildung der Atemschutzträgerinnen und Atemschutzträger bereitstand. Unterstützt wurde das Training erneut von SachsenNetze, einer Tochter der SachsenEnergie. Möglich wird eine solche Ausbildungswoche aber auch durch die Kreisausbilder und vor allem durch die vielen Feuerwehrleute, die ihre Freizeit investieren, um für Einsätze besser vorbereitet zu sein. Genau dieses Engagement sorgt dafür, dass aus Theorie belastbare Praxis wird.

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