Die Linie M ist eine wichtige Anbindung nach Moritzburg und in den Dresdner Norden. Foto © Lars NeumannDie Linie M ist eine wichtige Anbindung nach Moritzburg und in den Dresdner Norden. Foto © Lars Neumann

Die Entscheidung gegen den Erhalt der Buslinie M sorgt für deutliche Kritik aus der Politik. Der SPD-Kreisverband Meißen zeigt sich enttäuscht über die Ablehnung der eingereichten Petition und spricht von einem „Rückschritt für die ÖPNV-Anbindung in der Region“.

„Gerade auf kommunaler Ebene wird entschieden, wie zukunftsfähig sich eine Region entwickelt“, erklärt Andreas Schurig, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Meißen. Eine leistungsfähige Nahverkehrsanbindung sei nicht nur entscheidend für die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, sondern auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Mit der Ablehnung der Petition wurde eine wichtige Chance verpasst, die Weichen für nachhaltige Mobilität zu stellen“, so Schurig weiter.

Konkret kritisiert die SPD, dass mit dem Aus der Linie M ein Standortnachteil für Unternehmen in der Region entsteht – unter anderem mit Blick auf Arbeitgeber wie ESMC. Wer wolle, dass Fachkräfte in der Region leben und arbeiten, müsse auch eine verlässliche Verkehrsanbindung garantieren. Ohne diese drohten ambitionierte Entwicklungsziele zur leeren Hülle zu werden.

Melanie Keller, Initiatorin der Petition und stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Coswig/Weinböhla, bringt es auf den Punkt: „Die Zukunftsfähigkeit unserer Region entscheidet sich auch auf dem Fahrplan. Die Ablehnung ist ein Schritt in die falsche Richtung.“

Die SPD fordert den Landkreis auf, Mobilität endlich als zentrale Zukunftsfrage zu begreifen. Statt bestehende Verbindungen zu streichen, brauche es den Mut zu gemeinsamen Lösungen – und ein klares Bekenntnis zum ÖPNV als Teil einer langfristigen Regionalstrategie.

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