2026 wird für Dresden ein Jahr der Superlative im Straßen- und Brückenbau. Noch nie zuvor gingen so viele Großprojekte zeitgleich an den Start. Allein für Straßenbau stehen im laufenden Jahr 59,6 Millionen Euro bereit, für Brückenbau 48,5 Millionen Euro. Neben langfristig geplanten Großprojekten wie dem Umbau des Blauen Wunders oder dem Start der Campuslinie werden auch zahlreiche kleinere, aber wichtige Vorhaben.
Campuslinie: Großprojekt mit Allee-Charakter
Den Anfang macht am 1. Juni 2026 die Campuslinie zwischen Nossener Brücke und Nürnberger Straße. Die Arbeiten laufen voraussichtlich bis Mai 2031. Bereits im Februar 2026 starten vorbereitende Baumfällungen. Als Ausgleich entstehen neue Baumreihen, Gehölz- und Grünflächen – ein Alleecharakter für die Nürnberger Straße ist fest eingeplant. Parallel schreitet der Bau des sogenannten Mediendükers voran, der im Sommer 2026 in Betrieb geht und bis Herbst vollständig fertiggestellt sein soll.
Königsbrücker Straße: Umbau im Süden
Im September 2026 beginnt der Umbau der Königsbrücker Straße Süd. Die Bauzeit erstreckt sich bis April 2030. Währenddessen bleibt jeweils eine Fahrspur pro Richtung erhalten. Eine Bürgerinformationsveranstaltung im Sommer soll die Anwohner frühzeitig einbinden.
Blaues Wunder: Komplettsanierung beider Hälften
Ein echtes Wahrzeichen erhält ab Oktober 2026 ein technisches Update: Die Blasewitzer Hälfte des Blauen Wunders wird bis Ende 2030 umfassend saniert. Die Sanierung der Loschwitzer Hälfte läuft bereits seit Mai 2025 und endet 2029. Trotz Bauarbeiten bleibt der Autoverkehr mit je einer Spur pro Richtung weiterhin möglich.
Tunnel Wiener Platz: Technik auf neuestem Stand
Ab Ende 2026 startet die technische Erneuerung des Tunnels Wiener Platz. Die alte Ausrüstung stammt noch aus dem Jahr 2002 und erfüllt nur Mindeststandards. Neue Sicherheitstechnik soll den Tunnel fit für kommende Jahrzehnte machen.
Weitere laufende und geplante Projekte
Mehrere Projekte aus den Vorjahren werden 2026 abgeschlossen – darunter die Stauffenbergallee (bis März), die Lübecker Straße (bis Februar) und die Hohendölzschener Straße (bis März). Die Brücke Fabricestraße bleibt noch bis Februar 2027 in Arbeit, ebenso wie die Hamburger Straße, die bis März 2029 umfassend erneuert wird. Letztere erhält u. a. neue Radfahrstreifen, barrierefreie Umsteigepunkte und eine neue Eisenbahnbrücke. Im Bereich Verkehrsinformation werden drei neue digitale Anzeigetafeln in Betrieb genommen – auf der St. Petersburger Straße, der Stübelallee und der Wehlener Straße. Sie informieren künftig über Staus, Fahrzeiten, P+R-Plätze und ÖPNV-Verbindungen.
Ausblick auf 2027: Brücken, Straßen, Beläge
2027 geht es mit Hochdruck weiter: Ab Februar bis Mitte 2029 werden alle drei Bauwerke zwischen Hermann-Mende-Straße und Magazinstraße neu errichtet – parallel zur weiteren Sanierung der Königsbrücker Straße. Die Sanierung der Quohrener Straße beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2027. Zeitgleich startet Dresden ein neues Erhaltungsprogramm für Fahrbahnbeläge: Rund fünf Millionen Euro jährlich sind dafür eingeplant. Erste Maßnahmen laufen 2027 u. a. auf der Reicker Straße, Zwinglistraße, Karcherallee und Coventrystraße.
Auch die Königsbrücker Landstraße wird in zwei Bauabschnitten erneuert: Der erste Abschnitt von der Darwinstraße bis zur Arkonastraße ist für Oktober 2027 bis Mai 2028 vorgesehen. Der zweite Abschnitt befindet sich noch in der Genehmigungsplanung.



