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Ruhig schlafen, frei atmen, erholt aufwachen – für viele Menschen bleibt das ein Wunsch. Schnarchen sorgt Nacht für Nacht für Stress, nicht nur beim Partner nebenan. Auch der eigene Körper leidet: Sauerstoffmangel, häufiges Aufwachen und eine dauerhaft belastete Atmung rauben Energie. Was viele nicht wissen: Eine zentrale Rolle spielt dabei ein kleines, oft unterschätztes Organ – die Zunge.
Dass die Zunge beim Schlafen nach hinten fallen kann und dadurch Schnarchen entsteht, haben viele schon gehört. Doch ihre Bedeutung geht weit darüber hinaus. Die Zunge ist über Faszienketten und Nervenbahnen mit dem gesamten Körper verbunden – bis hin zu den Füßen. Heilpraktikerin Theresa Scholz aus Radebeul erklärt, dass sie Teil einer sogenannten auf- und absteigenden Läsionskette ist. Das bedeutet: Funktionelle Störungen im Körper können miteinander zusammenhängen – von der schiefen Hüfte über eine gekrümmte Wirbelsäule bis zu Fehlstellungen der Füße oder einem Kreuzbiss. Schmerzen tauchen dabei oft ganz woanders auf, als ihre Ursache liegt.
Entscheidend ist die Lage der Zunge. Physiologisch gehört sie an den Gaumen – flächig und entspannt. Dort stabilisiert sie den Oberkiefer und unterstützt eine gesunde Körperhaltung. Doch viele Menschen haben diese natürliche Position verloren. Ein einfacher Test zeigt es: Legen Sie die Zunge vollständig an den Gaumen. In dieser Haltung lässt sich kaum durch den Mund atmen – und genau das ist gewollt. Denn der Mund ist eigentlich zum Kauen und Schmecken gedacht, nicht zum Atmen. Die Nase dagegen ist dafür gemacht: Sie filtert, erwärmt und befeuchtet die Luft.
Babys machen das instinktiv richtig, etwa beim Stillen. Doch Schnuller können die Zunge nach unten drücken. Auch Daumenlutschen beeinflusst die Zungenlage – wobei es gleichzeitig beruhigend wirkt, weil sich am Gaumen ein zentraler Ruhepunkt befindet, der sogar für Stressregulation genutzt werden kann.
Sinkt die Zunge dauerhaft ab, verliert der Oberkiefer seine natürliche Stütze. Die Folgen können vielfältig sein: Mundatmung, ein schmaler werdendes Gesicht, Schnarchen, Kopfschmerzen oder die typische nach vorn geneigte „Schildkrötenhaltung“.
Hier setzt ein spezielles Trainingsgerät an: der sogenannte Balancer. Er erinnert optisch an eine Zahnschiene, funktioniert jedoch völlig anders. Das weiche Gerät aus medizinischem Silikon ist kein starres Korrekturmittel, sondern ein Trainingsinstrument für die Mundmuskulatur. Durch sanfte Impulse führt es die Zunge wieder nach oben in ihre natürliche Position am Gaumen.
Gleichzeitig unterstützt der Balancer eine Erweiterung des Gaumens – besonders bei Kindern kann das helfen, ausreichend Platz für die Zähne zu schaffen und kieferorthopädische Behandlungen zu begleiten. Sitzt die Zunge korrekt, verbessert sich häufig auch das Gleichgewicht zwischen rechter und linker Körperseite. Denn über Muskelketten ist sie unter anderem mit Wirbelsäule, Wangenknochen, Augen und Ohren verbunden.
Die Anwendung beginnt meist tagsüber: fünf Minuten, zehn Minuten oder bis zu einer Stunde. Später wird der Balancer auch nachts getragen. Manche nutzen zusätzlich kleine Nasenringe, die die Nasenatmung unterstützen. Kinder verwenden das Trainingsgerät oft etwa ein Jahr, Erwachsene meist ein halbes Jahr – dann hat sich die natürliche Zungenposition häufig wieder etabliert.
In der Dentosophie gilt der Balancer als zentrales herausnehmbares Trainingsgerät. Er aktiviert Zunge, Lippen und Mundmuskulatur und unterstützt die Rückkehr zu ihrer natürlichen Ruhelage am Gaumen. Dabei fördert er die Nasenatmung, beidseitiges Kauen und kann Kieferfehlstellungen ganzheitlich beeinflussen.
Die Zunge ist also weit mehr als ein Geschmacksorgan. Als kräftiger Muskelkomplex beeinflusst sie Haltung, Atmung und sogar das Nervensystem. Liegt sie korrekt am Gaumen, richtet sich der Kopf auf, Nacken und Schultern werden entlastet. Gleichzeitig stabilisiert sie den Oberkiefer und kann Zahnfehlstellungen vorbeugen. Durch ihre Nähe zum Vagusnerv wirkt die richtige Zungenposition zudem beruhigend auf das Nervensystem – ein Faktor, der Stress reduzieren und besseren Schlaf fördern kann.
Wer also nachts schlecht Luft bekommt, schnarcht oder ständig verspannt aufwacht, sollte manchmal ganz oben anfangen – bei der Zunge.
Kontakt:
Theresa Scholz – Ganzheitliche Therapie
info@ganzheitlich-therapie.de
0172 932 1183


