Dresden bereitet sich auf eine umfangreiche Evakuierung vor. Bei Kampfmitteluntersuchungen im Bereich des künftigen Baufelds der neuen Carolabrücke wurde am Dienstag, 10. März, eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handelt es sich um eine 250-Kilogramm-Bombe mit Zünder, die entschärft werden muss. Die Entschärfung ist für Mittwoch, 11. März, angesetzt.
Für die Entschärfung wird ein Sicherheitsradius von 1.000 Metern rund um die Fundstelle eingerichtet. Innerhalb dieses Sperrbereichs müssen alle Personen ihre Wohnungen, Arbeitsstätten oder Aufenthaltsorte verlassen. Von der Evakuierung sind rund 18.000 Einwohner betroffen. Hinzu kommen Pendler, Besucher und Touristen, die sich im Bereich aufhalten könnten.
Alle Personen im Sperrgebiet werden gebeten, den Bereich bis spätestens Mittwoch, 11. März, um 9 Uhr zu verlassen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Polizei mit der Kontrolle des Gebietes und wird noch anwesende Personen aus dem Sperrbereich führen.
Notunterkunft in der Messe Dresden
Für Bürger, die während der Evakuierung keine andere Unterkunft haben, wird eine Notunterkunft eingerichtet. Diese befindet sich in der Messe Dresden und öffnet bereits ab 7 Uhr. Zusätzlich stellen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) besondere Transportmöglichkeiten bereit. Zwischen 7 Uhr und 9 Uhr verkehren Busse und erstmals auch Straßenbahnen im etwa 20-Minuten-Takt, um betroffene Personen zur Notunterkunft zu bringen.
Busroute zur Messe Dresden
• Sachsenplatz
• Striesener Straße / Gerichtsstraße
• Pirnaischer Platz / Wilsdruffer Straße (Haltestelle am Landhaus)
• Messe Dresden
Straßenbahnroute zur Messe Dresden
• Albertplatz
• Carolaplatz
• Augustusbrücke (Blockhaus)
• Theaterplatz
Informationen für die Bevölkerung
• Internetseite: www.dresden.de/bombe
• Social-Media-Kanäle der Stadt Dresden, der Feuerwehr Dresden und der Polizei Sachsen
• Warn-Apps, die an das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) angeschlossen sind
Bürgertelefon eingerichtet
Für Fragen zur Evakuierung wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Nummer 0351-4887666 können sich Bürgerinnen und Bürger informieren.
Die Hotline ist am Dienstag, 10. März 2026, bis 24 Uhr erreichbar. Am Mittwoch, 11. März 2026, ist das Bürgertelefon von 7 Uhr bis 18 Uhr besetzt.
Besonders wichtig: Menschen, die mobilitätseingeschränkt oder pflegebedürftig sind und den Evakuierungsbereich nicht selbstständig verlassen können, werden gebeten, sich ebenfalls beim Bürgertelefon zu melden. Rettungskräfte können dann gezielt Unterstützung organisieren.



